icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Anwälte: Chelsea Manning wollte sich vor Gerichtsverhandlung das Leben nehmen

Anwälte: Chelsea Manning wollte sich vor Gerichtsverhandlung das Leben nehmen
Die Ex-Geheimdienstanalystin Chelsea Manning, die mit WikiLeaks zusammenarbeitete, steht weiterhin unter dem Druck der US-Gerichte: Sie soll gegen Julian Assange aussagen. Nun berichten die Anwälte von einem neuen Selbstmordversuch.

Die ehemalige Geheimdienstanalystin der US-Armee Chelsea Manning hat vor einer Gerichtsverhandlung einen Selbstmordversuch unternommen, sagten ihre Anwälte. Manning befindet sich im Krankenhaus und erholt sich, berichtete  Gizmodo am Mittwoch unter Berufung auf das Anwaltsteam der inhaftierten Aktivistin. Die 32-Jährige soll sich laut Daily Mail mit einem Laken in der Haftanstalt von Alexandria in Virginia zu erhängen versucht haben, was aber fehlschlug. Dieser Bericht wurde nicht offiziell bestätigt.

Chelsea Manning am 16.05.19 vor ihrer Anhörung zum Fall WikiLeaks in Alexandria im US-Bundestaat Virginia.

Sevim Dağdelen, Außenexpertin der Fraktion Die Linke und Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, fordert die Bundesregierung auf, der Dissidentin politisches Asyl anzubieten, um ihr Schutz vor US-Verfolgung zu gewähren.

Die seit Mai 2019 andauernde Erzwingungshaft und die täglichen Strafzahlungen in Höhe von 1.000 US-Dollar, mit denen Chelsea Manning gebrochen werden soll, um gegen den Journalisten und Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks, Julian Assange, auszusagen, sprechen rechtsstaatlichen Grundsätzen Hohn.

Außerdem erinnerte Dağdelen in ihrem Appell daran, dass die Haftbedingungen von Manning laut UN-Sonderberichterstatter über Folter, Nils Melzer‚ "alle konstitutiven Elemente von Folter" erfüllten oder auf andere Weise einer "grausamen, unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung oder Bestrafung" entsprechen

Manning ist seit März 2019 inhaftiert, als sie sich weigerte, vor der Grand Jury zu erscheinen und gegen WikiLeaks auszusagen. Da Manning die Aussage verweigerte, wurde sie wegen Behinderung der Justiz kurzerhand in Beugehaft genommen und mit einer hohen Geldstrafe belegt. Heute stehen ihr zwei Optionen zur Verfügung: Entweder sie sagt vor dem Schwurgericht aus, oder sie zahlt die Strafe in Höhe von rund 250.000 US-Dollar, die auf einen abzuleistenden Tagessatz von 1.000 US-Dollar festgelegt wurde.

Die nächste Anhörung zu Mannings Antrag auf Aufhebung der Strafmaßnahmen sollte am Freitag stattfinden.

Manning am Donnerstag vor dem Gericht in Alexandria, Virginia

Die Soldatin wurde im Jahr 2010 wegen Spionage und Geheimnisverrats inhaftiert. Ihr wurde vorgeworfen, fast 750.000 geheime oder streng geheime Dokumente des US-Militärs an das internetbasierte Medienportal an WikiLeaks weitergegeben zu haben. Im Jahr 2013 wurde sie hierfür rechtskräftig verurteilt und verbüßte bis 2017 eine insgesamt siebenjährige Haftstrafe. Diese Strafe wurde von Präsident Barack Obama am Ende seiner Amtszeit umgewandelt, die Antikriegsaktivistin wurde im Mai 2017 freigelassen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Manning versucht hat, sich das Leben zu nehmen. Die beiden ersten Selbstmordversuche unternahm sie 2016 während ihrer ersten Haft.

Ich würde lieber verhungern, als meine Meinung in dieser Hinsicht zu ändern. Und wenn ich das sage, meine ich es ganz wörtlich", sagte Manning im Mai 2019 zu Reportern.

Einen Monat zuvor musste WikiLeaks-Gründer Julian Assange die ecuadorianische Botschaft in London verlassen. Er wartet derzeit auf das Ergebnis der Auslieferungsanhörungen aufgrund der Vorwürfe der USA, Manning beim Hacken der Computersysteme des Pentagon unterstützt zu haben, was im Falle einer Verurteilung zu einer Haftstrafe von 175 Jahren führen könnte.

Mehr zum Thema - Berlin: 130 deutsche Politiker und Journalisten fordern sofortige Freilassung von Julian Assange

Folge uns aufRT
RT
Kriegstrauma loslassen lernen

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen