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Joe Biden gewinnt erstmals Vorwahl der Demokraten

Joe Biden gewinnt erstmals Vorwahl der Demokraten
Joe Biden gewinnt erstmals Vorwahl der Demokraten
Der frühere US-Vizepräsident Joe Biden hat im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten bereits drei Niederlagen erlitten. Nun feiert er seinen ersten Sieg in South Carolina. Das Feld der Bewerber dünnt sich unterdessen aus: Tom Steyer wirft das Handtuch.

Nach drei Niederlagen im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten hat der frühere Vizepräsident Joe Biden erstmals eine Vorwahl gewonnen. Der 77-jährige Politiker erklärte sich am Samstagabend (Ortszeit) zum Sieger der wichtigen Vorwahl im Bundesstaat South Carolina. Nach Auszählung von mehr als 90 Prozent der Wahlbezirke im US-Bundesstaat gewann Joe Biden laut vorläufigen Angaben der Wahlkommission fast 50 Prozent der Stimmen.

Senator Bernie Sanders und der ehemalige Bürgermeister von South Bend, Pete Buttigieg, während einer Debatte in Las Vegas, Nevada, USA, am 19. Februar 2020.

Sein Rivale Bernie Sanders lag demnach bei knapp 20 Prozent. Der Milliardär und frühere Hedgefonds-Manager Tom Steyer zog seine Bewerbung nach einem erneuten enttäuschenden Ergebnis zurück. Der frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg trat in South Carolina – wie bei den anderen bisherigen Vorwahlen – nicht an. Der Multimilliardär war erst spät ins Rennen eingestiegen und steht erstmals am "Super Tuesday" auf den Wahlzetteln.

In South Carolina konnten deutlich mehr schwarze Wähler abstimmen als bei den bisherigen Vorwahlen in den Bundesstaaten Iowa, New Hampshire und Nevada. Als Vizepräsident unter dem ersten schwarzen Präsidenten Barack Obama baute Joe Biden darauf, bei dieser Wählergruppe punkten zu können. Diese Hoffnung erfüllte sich. Im Fall einer Niederlage in South Carolina war über ein Ende seines Wahlkampfs spekuliert worden. Der als moderat geltende Demokrat war bei den bisherigen Vorwahlen weit unter den Erwartungen geblieben.

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Die Vorwahl in South Carolina war die letzte vor dem sogenannten "Super Tuesday" am 3. März. An diesem Dienstag wird in mehr als einem Dutzend Bundesstaaten gewählt. Dabei werden mehr als ein Drittel aller Delegierten vergeben, die im Sommer den Kandidaten der Demokraten bestimmen. Dieser Kandidat wird am 3. November gegen den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump in die Wahl ziehen. Der amtierende US-Präsident selbst hat keine ernstzunehmende parteiinterne Konkurrenz. Die Republikaner haben daher ihre Vorwahlen in South Carolina und in mehreren anderen Bundesstaaten abgesagt.

Neben Joe Biden und Bernie Sanders sind nach der Vorwahl in South Carolina noch fünf weitere Bewerber im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten: der frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg, der Ex-Bürgermeister von South Bend Pete Buttigieg, die Senatorin Amy Klobuchar, die Senatorin Elizabeth Warren und die Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard. Die Vorwahlen ziehen sich bis Juni hin. Auf Nominierungsparteitagen küren Demokraten und Republikaner danach endgültig ihre Präsidentschaftskandidaten – die Demokraten im Juli in Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin, die Republikaner im August in Charlotte im Bundesstaat North Carolina.

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rt/dpa

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