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USA weisen 21 saudische Soldaten wegen anti-amerikanischer Inhalte und Kinderpornografie aus

USA weisen 21 saudische Soldaten wegen anti-amerikanischer Inhalte und Kinderpornografie aus
US-Justizminister William Barr bei der Vorstellung der Untersuchungsergebnisse am Montag in Washington
Die USA schicken 21 saudische Soldaten, die sich zur Ausbildung auf US-Militärstützpunkten befanden, nach Hause. Bei einer Überprüfung wurde festgestellt, dass sie über "belastendes Material" verfügen – darunter Kinderpornografie und anti-amerikanische Inhalte.

Dies sei das Ergebnis einer Überprüfung in Folge tödlicher Schüsse eines saudischen Luftwaffensoldaten auf dem Marinefliegerstützpunkt Pensacola im Dezember, berichtet der Sender CNN. Der 21-jährige saudische Luftwaffensoldat, der sich zur Ausbildung in Pensacola aufhielt, hatte im Dezember das Feuer eröffnet und drei Menschen getötet. 

US-Stützpunkt Pensacola im US-Bundesstaat Florida

Den 21 Soldaten werde nicht vorgeworfen, den Täter unterstützt zu haben. Einige würden aber beschuldigt, Verbindungen zu Extremisten zu haben. Einer Anzahl der Betroffenen werde vorgeworfen, Kinderpornografie besessen zu haben.

Der Schütze, der während des Angriffs von Sicherheitskräften erschossen wurde, war Mitglied der saudischen Royal Air Force. Zusammen mit ungefähr 900 seiner Landsleute war er im Rahmen eines Programms in die USA gekommen, bei dem das US-Militär Angehörigen ausländischer Streitkräfte, die mit den USA verbündet oder eine Partnerschaft eingegangen sind, Unterricht, Sprachkurse und eine Pilotenausbildung anbietet.

Bei einer Pressekonferenz am Montag erklärte US-Justizminister William Barr, dass es sich bei dem tödlichen Angriff nach Erkenntnissen der Ermittler um Terrorismus gehandelt habe. "Das war ein Terrorakt", sagte Barr bei der Vorstellung der Untersuchungsergebnisse:

Die Beweise zeigen, dass der Schütze durch dschihadistische Ideologie motiviert war.

Barr sagte, der Schütze habe allein gehandelt, und es gebe keine Anzeichen dafür, dass andere saudische Auszubildende daran teilgenommen oder von dem Angriff vorher Bescheid gewusst hätten. Allerdings hätten Ermittler bei 21 saudischen Soldaten belastendes Material gefunden. Bei 17 Soldaten hätten deren Konten in den sozialen Medien dschihadistische oder anti-amerikanische Inhalte aufgewiesen. Es gebe aber keine Beweise, dass sie Verbindungen zu oder eine Beteiligung an Terrorgruppen hatten. 15 saudische Soldaten hätten "Kontakt mit Kinderpornografie" gehabt. Auf einen Teil der Soldaten träfen beide Vorwürfe zu.

Barr lobte die Kooperation des saudischen Königreichs mit den Ermittlern. Er erklärte, die Regierung Saudi-Arabiens habe uneingeschränkt an der Untersuchung mitgearbeitet. Die 21 Kadetten seien aus dem Ausbildungsprogramm ausgeschlossen worden und würden nach Saudi-Arabien zurückkehren. Allerdings haben die US-Beamten keine Beweise für die Anschuldigungen veröffentlicht, daher ist die genaue Art der "anti-amerikanischen" Inhalte unklar.

Es ist auch unklar, was mit den 21 Soldaten nach der Ankunft in Saudi-Arabien geschehen wird. Barr versicherte jedoch, dass die saudische Regierung zugestimmt hat, die Soldaten in die USA zurückzuschicken, falls das Land beschließt, sie im Rahmen der Terrorismusbekämpfung anzuklagen.

Die saudische Botschaft in Washington hat am Montag eine Erklärung abgegeben, wonach gemeinsame Anstrengungen zur Terrorismusbekämpfung "die Welt sicherer machen".

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