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Vorwurf manipulierter Abgaswerte: Kanadische Regierung klagt gegen Volkswagen

Vorwurf manipulierter Abgaswerte: Kanadische Regierung klagt gegen Volkswagen
VW-Hauptsitz in Wolfsburg, Deutschland, 9. September 2019.
Vier Jahre lang untersuchte das kanadische Umweltministerium den Fall. Nun wird gegen Volkswagen geklagt. In den Jahren 2008 bis 2015 soll der Konzern 128.000 Fahrzeuge mit einer Software nach Kanada exportiert haben, die Verstöße gegen Abgasvorgaben verdeckt.

Kanada verklagt den Volkswagen-Konzern im Dieselskandal: Wegen manipulierter Abgaswerte und der Verbreitung irreführender Informationen hat die kanadische Regierung Klage gegen den Wolfsburger Autobauer eingereicht. Das teilte die kanadische Regierung am Montag (Ortszeit) in Toronto mit.

Im Detail wirft Kanada dem Konzern vor, zwischen Januar 2008 und Dezember 2015 fast 128.000 Fahrzeuge in das Land ausgeführt zu haben, die mit einer Software ausgestattet gewesen seien, um Verstöße gegen kanadische Abgasnormen zu verbergen. Damit habe Volkswagen gegen Umweltschutzgesetze des Landes verstoßen. Die Klage sei nach vierjährigen Untersuchungen des kanadischen Umweltministeriums eingereicht worden, schrieb die Regierung.

Volkswagen erklärte, das Unternehmen habe bei der Untersuchung der Behörde umfassend kooperiert. Bei einer Anhörung an diesem Freitag (13.12.) vor einem Gericht in Ontario würden beide Parteien einen Vergleich zur Prüfung vorlegen. Einzelheiten dazu würden in dieser mündlichen Verhandlung vorgestellt.

Volkswagen hatte im September 2015 auf Druck der US-Behörden zugegeben, in großem Stil bei der Abgasreinigung von Dieselmotoren betrogen zu haben. Der Konzern räumte ein, die Abgassoftware bestimmter Dieselmotoren so eingestellt zu haben, dass im tatsächlichen Betrieb auf der Straße deutlich mehr giftige Stickoxide (NOx) ausgestoßen wurden als in Schadstofftests.

(rt deutsch/dpa) 

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