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"Explodierende Muscheln" und "akustische Kätzchen" – Neue Dokumente belegen bizarre CIA-Methoden

"Explodierende Muscheln" und "akustische Kätzchen" – Neue Dokumente belegen bizarre CIA-Methoden
(Symbolbild). So süß können Agenten sein.
Freigegebene Dokumente des CIA erweitern die ohnehin schon lange Liste an ausgefallenen Spionagetechniken des Geheimdienstes während des Kalten Krieges. Im Wettlauf mit der UdSSR arbeitete die CIA mit bizarren Methoden. Darunter auch ein "akustisches Kätzchen".

Der US-amerikanische Geheimdienst CIA hat Dokumente freigegeben, die einen weiteren interessanten Einblick in die Zeit des Kalten Krieges gewähren. Im Wettlauf "zwischen den Systemen" setzte die CIA zum Teil auf äußerst skurrile Methoden. Hier ein Überblick über neue und bereits bekannte Techniken:

Fotografierende Tauben

Unter dem Decknamen "Tacana" nutzte die CIA spezielle Tauben, um geheime Orte in der UdSSR zu fotografieren. Die Vögel wurden wegen ihrer Fähigkeit, immer wieder den Weg nach Hause zu finden, ausgewählt. Ganz gleich, wo man sie aussetzte. Der Körper der Vögel war mit einer winzigen Spionagekamera bestückt.

Raben und Delfine

Die neuen Dokumente belegen auch, dass die CIA Raben einsetzte, um Abhörgeräte auf Fensterbänke fallen zu lassen, und Delfine für Unterwassermissionen zur "Hafenpenetration" trainierte. Die Säugetiere sollten sowjetische Atom-U-Boote und Spuren von radioaktiven Waffen erkennen. In Key West Florida versuchte der Geheimdienst außerdem, Delfine bei Unterwasserangriffen gegen feindliche Schiffe einzusetzen.

US-Präsident Donald Trump (Mitte) begrüßt am 25. März 2019 gemeinsam  mit Vizepräsident Mike Pence Israels Premierminister Benjamin Netanjahu (l.) im Weißen Haus in Washington.

Killerzigarren und explodierende Muscheln

Die CIA hat sich während des Kalten Krieges eine Reihe bizarrer – und erfolgloser – Anschlagsmethoden ausgedacht, um den kubanischen Präsidenten Fidel Castro zu ermorden. Im Jahr 1960 plante der Geheimdienst, den "Máximo Líder" mit einer Kiste vergifteter Zigarren auszuschalten. Die Zigarren wurden mit dem starken Nervengift Botulinumtoxin versetzt und 1961 von einer "nicht identifizierten Person" geliefert – doch Castro rauchte sie nie.

Auch dachte die CIA darüber nach, das Innere eines Neoprenanzuges von Castro mit einem giftigen Pilz zu beschichten, durch den der sogenannte Madurafuß verursacht wird, und das Atemschutzgerät des Anzugs mit Tuberkulosebakterien zu kontaminieren. Die vielleicht bizarrste Idee im Zusammenhang mit Castro: Es wurde erwogen, eine Sprengfalle in Form einer "explodierenden Muschel" aufzustellen. Es war allgemein bekannt, dass der im Jahr 2016 verstorbene Revolutionsführer regelmäßig in bestimmten Gebieten tauchen ging.

Das "Akustik-Kätzchen"

Die CIA gab in den 1960er-Jahren rund 14 Millionen US-Dollar aus, um Hörgeräte in Katzen zu verstecken. Die Kätzchen sollten herumstreunen und den sowjetischen Geheimdienst abhören. Die Mission scheiterte jedoch schon am ersten Tag, als eines der Kätzchen vor der sowjetischen Botschaft in Washington überfahren wurde.

Parapsychologie

Überzeugt davon, dass die Sowjets die extrasensorische Wahrnehmung (ESP) für Spionage erforschten, startete die CIA 1970 das Projekt "Stargate", das von einem Wissenschaftler geleitet wurde. Die CIA testete Menschen, darunter auch den bekannten und umstrittenen Magier Uri Geller, die von sich behaupteten, übersinnliche Kräfte zu besitzen. Allerdings ohne Erfolg.

LSD-Gedankenkontrolle

Das Projekt MK-ULTRA der CIA war ein streng geheimes Forschungsprogramm, das in den 1950er-Jahren gestartet wurde und die Wirkung von Drogen wie LSD und MDMA auf mögliche Gedankenkontrolle und auf Reaktionen während Folter prüfte. Die Drogen wurden an menschlichen Probanden getestet, die zum Teil nichts von den Experimenten wussten. Mindestens ein Todesfall eines Teilnehmers, des Biowaffenforschers der US-Armee Frank Olson, ist mit dem Programm verbunden.

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