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"Völlig frei erfunden!" Wurde Israel wieder beim Ausspionieren des Weißen Hauses erwischt?

"Völlig frei erfunden!" Wurde Israel wieder beim Ausspionieren des Weißen Hauses erwischt?
US-Präsident Donald Trump (Mitte) begrüßt am 25. März 2019 gemeinsam mit Vizepräsident Mike Pence Israels Premierminister Benjamin Netanjahu (l.) im Weißen Haus in Washington.
Seit dem Jahr 2017 sollen israelische Spione Abhörgeräte für Mobiltelefone in der Nähe des Weißen Hauses und anderer "sensibler Orte" rund um Washington versteckt haben, so ein kürzlich veröffentlichter Bericht. Der israelische Ministerpräsident bestreitet dies.

Die Geräte – allgemein bekannt als "StingRays" – wurden erstmals im Jahr 2018 vom Heimatschutzministerium entdeckt, berichtet Politico. Sie können Mobilfunkmasten dazu bringen, Standortdaten und andere Informationen zur Identifikation sowie den Inhalt von Telefonanrufen zu enthüllen.

Sie seien wahrscheinlich platziert worden, um die Kommunikation von Präsident Donald Trump und seinen engsten Mitarbeitern abzuhören, sagte ein ehemaliger hochrangiger US-Beamter gegenüber Politico. Obwohl nicht klar ist, ob die Abhöraktion erfolgreich war, sagte ein ehemaliger hochrangiger Geheimdienstmitarbeiter, es sei "ziemlich klar, dass die Israelis verantwortlich waren".

Staatssekretärin für Terrorismus und Finanzinformation im US-Finanzministerium, Sigal Mandelker, beim diesjährigen Konferenz der mächtigen pro-Israel Lobbyorganisation AIPAC am 24. März.

Israelische Spionageoperationen ein ständiges Ärgernis für US-amerikanische Geheimdienste

Diese Enthüllung ist bei Weitem nicht die erste ihrer Art: Israelische Spionageoperationen gegen die Vereinigten Staaten waren im Laufe der Jahrzehnte ein ständiges Ärgernis für US-amerikanische Geheimdienste, wobei Washington das Land laut den durchgesickerten Dokumenten des Whistleblowers Edward Snowden sogar als eine der größten Bedrohungen auf dem Gebiet der Spionage bezeichnete.

Der vielleicht prominenteste US-israelische Spionageskandal ist jener um Jonathan Pollard, einen US-amerikanischen Geheimdienstanalytiker, der 1987 nach dem Spionagegesetz verurteilt wurde. Er hatte geheimes Material an die israelische Regierung weitergegeben und wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Aufgrund der Richtlinien, die zum Zeitpunkt seiner Verurteilung in Kraft waren, wurde Pollard jedoch auf Bewährung freigelassen, nachdem er fast 30 Jahre hinter Gittern verbracht hatte. Sein Fall bleibt einer der wenigen, in denen israelische Spionage bestraft wurde.

Ende der 1990er-Jahre hörten die Israelis auch sensible diplomatische Gespräche zwischen US-Präsident Bill Clinton und dem syrischen Präsidenten Hafiz al-Assad ab, so der britisch-israelische Autor Ahron Bregman, der Abschriften der vertraulichen Gespräche erhielt. In einer beunruhigenden Episode während Clintons Regierungszeit, die Jeff Stein von Newsweek nacherzählt, sagte ein Geheimdienstagent aus dem Sicherheitsdienst des damaligen Vizepräsidenten Al Gore, dass er nach der Durchsuchung des Hotelzimmers des Vizepräsidenten ein "metallisches Kratzen" von oben gehört habe. Zu seinem Schrecken kam ein Mann aus einem Lüftungskanal ins Hotelzimmer – ein israelischer Spion.

Symbolbild: Ein israelischer Soldat steht auf einem gepanzerten Kampffahrzeug in den von Israel besetzten Golanhöhen (25. August 2019). Von dort hat das israelische Militär in den letzten Jahren wiederholt Stellungen der syrischen Armee beschossen.

"Der Agent war allein im Badezimmer, als sich der Lüftungsschacht öffnete. Er hustete, und der Kerl ging zurück in den Schacht", sagte der Agent zu Stein. Er fügte hinzu, dass er zwar dachte, dass der Vorfall für Verbündete "die Grenze überschritten" habe, dieser für die Israelis aber keine Konsequenzen hatte.

Israels Ministerpräsident dementiert: "Keine Geheimdienstarbeit in den Vereinigten Staaten, keine Spione"

In jüngerer Zeit hatten israelische Agenten die Verhandlungen über den Iran-Deal der Regierung Obama ins Visier genommen, wie aus einem Bericht des Wall Street Journal aus dem Jahr 2015 hervorgeht. So waren der Regierung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu die Bedingungen bekannt, bevor sie veröffentlicht wurden. Ähnlich wie bei fast jeder Spionage-Enthüllung dementierte Netanjahu den Politico-Bericht am Donnerstag unmissverständlich und deutete wortreich an, dass es sich um "Fake News" handele.

Wir haben eine Richtlinie, ich habe eine Richtlinie: keine Geheimdienstarbeit in den Vereinigten Staaten, keine Spione", sagte er vor Reportern in Russland. "Und diese wird energisch umgesetzt, ohne Ausnahme. [Der Bericht] ist frei erfunden, völlig frei erfunden."

Auch ein Sprecher der israelischen Botschaft in den USA, Elad Strohmayer, bestritt jede Beteiligung und bezeichnete den Bericht als "Unsinn". 

Israel führt keine Spionageoperationen in den Vereinigten Staaten durch", sagte er.

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