
FBI befeuert Spekulationen: Aufnahmen von Überwachungskamera vor Epsteins Zelle "nicht verwertbar"

Laut einem Bericht der Washington Post können Aufnahmen einer außerhalb von Jeffrey Epsteins Zelle angebrachten Überwachungskamera nicht genutzt werden, da das Material zum Teil "unbrauchbar" sei. Die Zeitung beruft sich auf drei Quellen, die allerdings nicht genannt werden.
Es gebe jedoch auch verwertbare Sequenzen von dieser Überwachungskamera, so die Washington Post. Laut der Zeitung sei die vermeintliche Fehlfunktion der Überwachungskamera "ein weiterer offensichtlicher Fehler" im Fall des mutmaßlichen Selbstmords von Epstein. Die nun "unbrauchbaren" Aufnahmen hätten andernfalls von großer Bedeutung für die Aufklärung sein können.

Unklar sei, ob die Fehlfunktion nur diese eine Kamera beträfe oder das gesamte Überwachungssystem dieses Gefängnisses. Das FBI und das Büro des Generalinspekteurs des Justizministeriums untersuchen den Vorfall und prüfen auch, ob Richtlinien verletzt wurden oder Verbrechen begangen wurden, so die Washington Post.
Der mutmaßliche Selbstmord des 66-jährigen US-Milliardärs – nachdem er wenige Wochen zuvor noch unter verstärkter Überwachung wegen Selbstmordgefahr gestanden hatte – führte zu drastischen Maßnahmen seitens des US-Justizministers William Barr: Der stellvertretende Direktor der US-amerikanischen Gefängnisaufsicht wurde entlassen, die beiden Wachen, die Epstein hätten beobachten sollen, wurden beurlaubt. Auch der Leiter des Gefängnisses in New York wurde vorübergehend versetzt.
Der in elitären Kreisen bestens vernetzte Epstein hatte sich Anfang dieses Monats in einer Haftanstalt in Manhattan angeblich selbst das Leben genommen, nachdem er erneut wegen der Missbrauchsvorwürfe vor Gericht gebracht werden sollte. Der Geschäftsmann wurde beschuldigt, Dutzende von Minderjährigen sexuell missbraucht zu haben.
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