icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Chinesischer Großindustrieller in den USA wegen Betrugs und Steuerhinterziehung angeklagt

Chinesischer Großindustrieller in den USA wegen Betrugs und Steuerhinterziehung angeklagt
Ein chinesischer Milliardär und Großindustrieller wurde vor einem US-amerikanischen Strafgericht angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, große Mengen Aluminium in die Vereinigten Staaten geschmuggelt zu haben, ohne hierfür Zölle gezahlt zu haben.

Liu Zhongtian soll mit einem ausgeklügelten Plan, den er über den Metallriesen Zhongwang Holdings Ltd. als Vorsitzender und Präsident des Unternehmens umgesetzt haben soll, etwa 1,8 Milliarden US-Dollar an Zollzahlungen an die Vereinigten Staaten hinterzogen haben.

Nach Angaben der US-Staatanwaltschaft startete das Unternehmen das Vorhaben bereits im Jahr 2008 und führte das Metall als angebliche Aluminiumpaletten in die USA ein. Die Ware bestand in Wirklichkeit nur aus Aluminiumprofilen, die zusammengeheftet wurden, um wie funktionale Paletten auszusehen. Diese wurden für die Produktion von Fertigprodukten, die keinen Zollgebühren unterliegen, weiterverwendet. Staatsanwalt Nick Hanna erklärte:

Diese Anklage umreißt die skrupellosen und wettbewerbswidrigen Praktiken eines korrupten Geschäftsmannes, der die Vereinigten Staaten um 1,8 Milliarden US-Dollar an Zöllen betrogen hat, die für chinesische Importe fällig waren.

Die Staatsanwaltschaft sagte, Liu habe das Aluminium an vier Lagerstätten im Raum Los Angeles gelagert und seine gefälschten Verkäufe an Firmen organisiert, die ebenfalls unter seiner Kontrolle stünden. Dies sei geschehen, um "den Wert seines börsennotierten Unternehmens künstlich zu erhöhen", was potenzielle Investoren gefährde. Hanna stellte fest:

In Wirklichkeit gab es keine Kunden für die 2,2 Millionen Paletten, die von den von Liu kontrollierten Unternehmen zwischen 2011 und 2014 importiert wurden, und es wurden nie Paletten verkauft.

Er fügte hinzu, dass die Nachfrage nach den Paletten so groß sei, dass "die Angeklagten Aluminiumschmelzanlagen bauen und erwerben müssten, um das als Paletten importierte Aluminium in eine Form mit kommerziellem Wert umzuwandeln".

Zhongwang Holdings hat die Anschuldigungen zuvor als "irreführend" und "ohne sachliche Grundlage" bezeichnet. In einer Erklärung an der Hongkonger Börse teilte das Unternehmen mit:

Das Unternehmen möchte klarstellen, dass sich die Gruppe in ihrem Geschäftsbetrieb immer strikt an die Gesetze und Vorschriften von [China] und den Bestimmungsländern ihrer exportierten Produkte gehalten und Überseemärkte nach dem Prinzip des fairen und geordneten Wettbewerbs entwickelt hat.

Unterdessen sank die Aktie der Holding um bis zu 20,9 Prozent auf den tiefsten Stand seit Januar 2016. Nach Angaben des Wall Street Journal wurde am Mittwoch ein Haftbefehl gegen Liu erlassen. Zusammen mit mehreren anderen Angeklagten wird er wegen Betrugs, Geldwäsche und Verschwörung angeklagt. Die meisten der Anklagepunkte sehen eine Höchststrafe von 20 Jahren vor. Eine Verurteilung in allen Punkten könnte eine Gesamtstrafe von 465 Jahren bedeuten.

Die Staatsanwälte erklärten auch, dass es sich hierbei um einen der größten zollbezogenen Fälle handelt, die jemals vom US-Justizministerium bearbeitet wurden. Die aktuelle Anklageschrift, die auf Mai zurückdatiert, wurde erst diese Woche verlesen, zeitgleich mit der Wiederaufnahme der Handelsgespräche zwischen den USA und China am Dienstag.

Mehr zum Thema - Handelskrieg mit China: Pentagon will Versorgung mit seltenen Erden sichern

Folge uns aufRT
RT

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen