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Wenn Todesstrafe zurückgezogen wird: 9/11-Chefplaner würde gegen Saudi-Arabien aussagen

Wenn Todesstrafe zurückgezogen wird: 9/11-Chefplaner würde gegen Saudi-Arabien aussagen
Khalid Sheikh Mohammed ist auf diesem Aktenfoto während seiner Verhaftung am 1. März 2003 zu sehen.
Scheich Mohammed, mutmaßlicher Drahtzieher der Terroranschläge von 2001, hat über seine Anwälte zu verstehen gegeben, dass er bereit ist, über Saudi-Arabiens Rolle bei den Anschlägen auszusagen. Als Gegenleistung verlangt er eine Garantie, dass er nicht hingerichtet wird.

Chalid Scheich Mohammed, mutmaßlicher Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September 2001, sitzt seit 13 Jahren in dem berüchtigten US-Gefangenenlager Guantánamo ein. Zuvor war er am 1. März 2003 von Sicherheitskräften in der pakistanischen Industriestadt Rawalpindi festgenommen und in ein CIA-Geheimgefängnis auf dem polnischen Militärflughafen Szymany gebracht worden.

Ein Flügel des US-Verteidigungsministeriums in Washington, D.C. kollabierte, nachdem ein Passagierflugzeug hineingestürzt war.

Interne CIA-Dokumente, die unter der Regierung Obama 2009 veröffentlicht wurden, bestätigen die Existenz des polnischen Geheimgefängnisses sowie massive Foltermaßnahmen gegen Scheich Mohammed, unter anderem fein säuberlich notiertes 183-maliges Waterboarding sowie "verschärfter Schlafentzug". 

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Wie aktuelle Gerichtsakten belegen, zeigt sich der mutmaßliche Chefplaner von 9/11 mittlerweile dafür offen, den Familienangehörigen der Opfer von 9/11 mit einer Zeugenaussage zu helfen, die eine Sammelklage gegen die Regierung Saudi-Arabiens wegen Finanzierung und Unterstützung des Terroraktes eingereicht haben. Im Gegenzug will er Garantien, dass er nicht von einem Militärgericht auf Guantánmo zu einer Todesstrafe verurteilt und hingerichtet wird. Zuerst hatte am 29. Juli das Wall Street Journal (WSJ) über die neue Entwicklung berichtet

In Manhattan läuft derzeit eine Sammelklage von Hinterbliebenen der Opfer von 9/11 gegen Saudi-Arabien. In diesem Zusammenhang hatte die Anwältin von Chalid Scheich Mohammed einen Brief geschrieben, in dem sie mitgeteilt hat, dass ihr Mandant bereit ist, über die Rolle und die Verwicklung Saudi-Arabiens in den Terroranschlag auszusagen, wenn er dafür die Garantie bekommt, für seine Taten nicht mit der Todesstrafe bestraft zu werden.

Ich denke, dass sich Mohammed bereit und willens fühlt, um die Klage der Opfer vom 11. September zu unterstützen, aber ich denke, er fühlt die Notwendigkeit, dass zuerst die Frage der Todesstrafe geklärt werden muss", so dessen Anwältin Alka Pradhan.

Ein laut WSJ mit dem Fall vertrauter Pentagon-Beamte, der aber anonym bleiben will, betonte, dass ein Deal mit Mohammed und anderen mutmaßlichen Tätern von 9/11 endlich die Möglichkeit bieten würde, die Geschichte des 11. Septembers endgültig aufzuklären:

Eines der zentralen Dinge, die sie für 9/11-Angeklagte bieten, ist die Möglichkeit, insbesondere für die Opfer und Angehörigen, mit diesem Kapitel abzuschließen. Und wenn die Kapitalkosten [Todesstrafe] wegfallen, gibt es die Möglichkeit, die Geschichte des 11. Septembers ein für allemal zu erzählen.

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Fast parallel zu der Veröffentlichung eines möglichen Deals mit Scheich Mohammed gab es letzte Woche eine Senatsanhörung zu 9/11, auf der FBI-Direktor Christopher Wray sich den Fragen der anwesenden Senatoren stellen musste. Im Rahmen der Anhörung forderte unter anderem der Senator Richard Blumenthal den FBI-Direktor auf, dem Senat Material offenzulegen, welches die unterstützende Rolle der Saudis belegen würde, und betonte:

Es gibt immer mehr Beweise dafür, dass Saudi-Arabien die Angreifer vom 11. September unterstützte und begünstigte. 

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