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Schwerstes Erdbeben seit 20 Jahren erschüttert Südkalifornien

Schwerstes Erdbeben seit 20 Jahren erschüttert Südkalifornien
Schäden in einem Laden nach dem Beben
In Südkalifornien bebte am Donnerstag die Erde. Obwohl es keine Todesopfer und Schwerverletzten gab, schreckte das Erdbeben die Bewohner der Region auf. Das Beben heizte auch Befürchtungen über das Bevorstehen des schon länger erwarteten Großbebens an.

Das schwerste Erdbeben seit 20 Jahren hat den Süden Kaliforniens erschüttert. Nach Angaben der behördlichen Erdbebenwarte United States Geological Survey (USGS) hatte es am Donnerstag in einer Wüstenregion etwa 200 Kilometer nordöstlich von Los Angeles eine Stärke von 6,4 auf der Richter-Skala. Experten warnten in der Nacht zum Freitag vor weiteren Nachbeben. Berichte über Todesopfer oder Schwerverletzte gab es zunächst nicht.

Millionen Menschen – von Sacramento im Norden Kaliforniens bis San Diego, von Los Angeles bis nach Las Vegas im Wüstenstaat Nevada sowie auch an der Nordgrenze Mexikos – konnten den Erdstoß spüren. Die Kleinstadt Ridgecrest nahe dem Death-Valley-Nationalpark war am stärksten betroffen.

Nach Angaben der Behörden im Bezirk Kern County trafen etliche Notrufe ein. In Geschäften stürzten Regale um, Häuser wurden beschädigt, in einigen Straßen taten sich Risse auf. Ein örtliches Krankenhaus wurde vorsichtshalber evakuiert. Ridgecrests Bürgermeisterin Peggy Breeden sagte dem Sender CNN, sie habe den Notstand ausgerufen. 

Die örtlichen Feuerwehren sprachen von mehreren durch das Beben ausgelösten Bränden und Gaslecks. In den Stunden nach dem Beben wurden bislang etwa 100 Nachbeben registriert, beim USGS rechnet man mit weiteren Nachbeben.

Das letzte größere Beben in Südkalifornien ereignete sich 1999 in der dünn besiedelten Mojave-Wüste. Der Erdstoß der Stärke 7,1 richtete damals kaum Schäden an. Ein heftiges Beben in Los Angeles mit tödlichen Folgen liegt gut 25 Jahre zurück. Bei dem Northridge-Beben im Januar 1994 mit einer Stärke von 6,7 starben 57 Menschen. Es richtete Millionenschäden an.

Der jüngste Erdstoß – gerade am Unabhängigkeitstag der USA am 4. Juli, einem Feiertag – richtete in Los Angeles keine Schäden an, schreckte aber die Einwohner auf. "Das war ein Großes", schrieb die Sängerin Lana Del Rey kurz nach dem Beben auf Twitter. Auch Popstar Mariah Carey war betroffen. "Ich stamme aus New York, ich kann damit nicht umgehen", lamentierte die Sängerin auf Twitter.

Sie habe ihr ganzes Leben in Los Angeles verbracht, dies sei der längste Erdstoß gewesen, den sie je gespürt habe, schrieb Regisseurin Ava DuVernay in einem Tweet. Zum ersten Mal habe sie gedacht, dies könnte "The Big One" sein. Damit sprach sie ein gefürchtetes Großbeben an, das Seismologen Kalifornien seit längerem vorhersagen. 

Der US-Westküstenstaat gilt als sehr anfällig für Erdbeben: Auf einer Länge von knapp 1.300 Kilometern zieht sich der San-Andreas-Graben durch Kalifornien. An der weit in die Tiefe reichenden Störung in der Erdkruste schiebt sich die pazifische Platte nach Nordwesten und reibt sich am nordamerikanischen Kontinent. Dabei bauen sich immer gewaltigere Spannungen in der Erdkruste auf, die sich früher oder später in Erdbeben entladen.

Das Beben am Donnerstag ereignete sich auf einer Verwerfung rund 150 Kilometer nordöstlich des San-Andreas-Grabens. In den vergangenen 40 Jahren hätte es in dieser Region bereits acht Mal mit einer Stärke von mehr als 5 gebebt, teilte die Behörde USGS mit.

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(rt deutsch/dpa)

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