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Weil er F-16-Handbuch bei eBay erwarb: Russischer Spieldesigner in den USA zu Haftstrafe verurteilt

Weil er F-16-Handbuch bei eBay erwarb: Russischer Spieldesigner in den USA zu Haftstrafe verurteilt
eBay-Kauf mit Konsequenzen: Für den Erwerb von alten Handbüchern von F-16-Kampfflugzeugen wurde der russische Videospiel-Designer Oleg Tischtschenko in den USA zu einer Haftstrafe verurteilt.
Ein Gericht im US-Bundesstaat Utah hat den russischen Videospiel-Designer Oleg Tischtschenko zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, weil er Handbücher für Kampfflugzeuge vom Typ F-16 auf eBay erworben hatte, um einen Flugsimulator authentischer zu gestalten.

Oleg Tischtschenko, der für das führende russische Softwareentwicklungs-Studio Eagle Dynamics in Moskau tätig ist, hat seine Suche nach Realismus offenbar zu weit getrieben, als er Handbücher für den US-Kampfjet F-16 im Jahr 2011 bei einer Online-Auktion erwarb. Er ließ sich die Handbücher nach dem Kauf von einem US-Amerikaner aus Texas, den er im Online-Forum des Software-Unternehmens kennengelernt hatte, nach Moskau schicken.

Wiktor But gestikuliert während er in ein Strafgericht gebracht wird

Trotz der Aussage des Spieldesigners, dass er überzeugt war, dass die Handbücher veraltet waren und es auch keine Warnung vor einer Klassifizierung des Materials gab, argumentierte die US-Staatsanwaltschaft, dass Tischtschenko gegen Waffenexportgesetze der USA verstoßen habe, da auch veraltete Handbücher für Kampfsysteme Exportlizenzen für den Versand nach Übersee erfordern. Verschärft wurde die Situation noch durch den Umstand, dass, so die Argumentation des Staatsanwalts, der Angeklagte die Handbücher kopiert und an weitere Interessenten außerhalb der USA verkaufte.

Der Spieldesigner wurde im März 2019 an die USA ausgeliefert, nachdem er während eines Aufenthalts in Georgien "wegen Verschwörung gegen die Vereinigten Staaten" verhaftet worden war. Obwohl er bereits Jahre zuvor angeklagt worden war, konnten die Behörden ihn zunächst nicht verhaften, da zwischen Russland und den USA kein Auslieferungsabkommen besteht. Die russische Botschaft in Washington sprach in diesem Zusammenhang von einer gezielten Provokation durch US-Geheimdienste. Tischtschenko sei mit einer "Sting-Operation" gezielt in Georgien in eine Falle gelockt worden.

Unmittelbar nach dem Urteil am 19. Juni wurde der 42-jährige Tischtschenko nach Russland abgeschoben, da die verordnete Haftstrafe bereits durch die Untersuchungshaft als abgegolten galt.

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