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Lebenslange Traumata, Selbstmorde und Suspension bei Schaden – Bürger tweeten US-Armee zum Gedenktag

Lebenslange Traumata, Selbstmorde und Suspension bei Schaden – Bürger tweeten US-Armee zum Gedenktag
Kurz vor dem Wochenende zum Gedenktag fragte die US-Armee per Twitter, wie sich der Militärdienst auf das eigene Leben ausgewirkt hat. Nach einem von Stolz erfüllten Video eines Armeemitglieds schilderten mehr als 11.000 Nutzer vor allem ihr Leid.

Der letzte Montag im Mai sowie das vorangehende Wochenende gelten in den Vereinigten Staaten als bundesweiter Gedenktag für die Gefallenen des Militärs der USA. In diesem Jahr fragte die US-Armee per Twitter, wie sich der Militärdienst auf das eigene Leben ausgewirkt hat.

Enthalten im Threat war ein Video eines Armeeangehörigen, Nathan Spencer, der mitteilte, wie der Dienst sein Leben positiv beeinflusst habe, "um etwas Größerem als mir selbst zu dienen. Die Armee hat mir die Möglichkeit gegeben, genau das zu tun, anderen zu geben, die zu schützen, die ich liebe, und mich als Mann und Krieger zu verbessern."

Doch in knapp 11.000 Antworten teilten Veteranen, Angehörige und andere US-Bürger neben Ehrgefühl auch zahlreiche erschütternde Geschichten von Leid mit. Nutzer schilderten Depressionen und sexuelle Übergriffe, unüberwindbare posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS), Selbstmorde unter Veteranen und lebenslange Gesundheitsprobleme.

Ein ehemaliger Armeeangehöriger stellte eine Gegenfrage:

Nach 15 Jahren wurde ich rausgeworfen, nachdem ich offensichtlich Anzeichen von PTBS und Depressionen gezeigt hatte. Jetzt kann ich in der Gesellschaft nicht mehr funktionieren wegen meiner schweren depressiven Störung. Also, was jetzt?"

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Schlimme Erlebnisse hatten nicht nur jene, die in Kriegen kämpften. So berichtete eine Frau von ihren Brüdern, die ohne Kriegseinsatz lebenslange Störungen vom Armeedienst davontrugen; einer, der sich mit einer Schusswaffe selbst tötete, ein weiterer, der seit vierzig Jahren paranoid und gewalttätig ist.

Laut dem US-Kriegsveteranenministerium leben in den USA etwa 20 Millionen Veteranen. Einem Bericht zufolge starben zwischen 2008 und 2016 mehr als 6.000 Veteranen durch Selbstmord. Ein anderer Nutzer schrieb von den lebenslangen Folgen seines Großvaters durch dessen Einsatz im Korea-Krieg:

Die Art und Weise, wie wir unsere Servicemitglieder enttäuschen, schmerzt mein Herz. Mein Großvater diente im Korea-Krieg und hatte Albträume bis zu seinem Tod im Alter von 91 Jahren. Wir müssen es besser machen."

Mehrere Angehörige und Betroffene teilten mit, wie sexuelle Übergriffe – außer für die Betroffenen – folgenlos blieben. Ein Mann habe seinen Dienst aufgegeben, weil der sexuelle Übergriff auf seine Frau, die ebenfalls fünf Jahre gedient hat, nicht geahndet wurde. Eine Frau schrieb, sie habe Depressionen, Angstzustände und könne immer noch nicht gut mit lauten Geräuschen umgehen:

Ich wurde von einem meiner Vorgesetzten angegriffen. Als ich ihn anzeigte mit Zeugen, die meine Geschichte bestätigen sollten, passierte ihm nichts. Nichts. Ein Jahr später stahl er einen Laptop und wurde dann degradiert. Ich bin weniger wert als ein Laptop.

Eine Frau berichtete, wie sie selbst durch ihren gewalttätigen Mann, der weiterhin in der Armee dient, traumatisiert sei. Eine Nutzerin zeigte Anteilnahme und fragte, was sie selbst tun könne. Während einige vorschlugen, sie könne sich beispielsweise ehrenamtlich in Kliniken für Veteranen einbringen, verwiesen mehrere Nutzer auf die politischen Faktoren, verantwortungsvoll oder keine kriegstreiberischen Politiker zu wählen:

Eine Nutzerin antwortete, sie solle Politikern die Mängel vor der eigenen Haustür aufzeigen, bei denen die Armee sich besser einbringen könne:

Bitten Sie Ihre (Politiker), damit aufzuhören, unser Militär in unnötige Kämpfe zu schicken. Das Militär hat die Finanzen und die Fähigkeit, Amerikas Infrastruktur zu reparieren, Wohnungen für Obdachlose zu bauen, die Hungernden zu ernähren und viel mehr zu tun, als sich an aktiven Kriegen zu beteiligen."

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