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Ukraine statt Gaza: Trump-Beraterin macht mit Fake-Video Stimmung gegen politische Kontrahentin

Ukraine statt Gaza: Trump-Beraterin macht mit Fake-Video Stimmung gegen politische Kontrahentin
Die Szene zeigt angeblich den Beschuss Israels - stammt tatsächlich aber aus dem Krieg in der Ostukraine. (Quelle: Screenshot Youtube-Video)
Die eskalierende Gewalt zwischen Palästinensern und Israel am Wochenende nutzte die leitende Beraterin des US-Präsidenten, um gegen eine demokratische Abgeordnete auszuteilen. Ihren Tweet unterlegte Katrina Pierson mit einem Video, das angeblich den Beschuss Israels zeigt.

In den vergangenen Tagen kam es erneut zu einer Eskalation der Gewalt zwischen Israel und Palästinensern im Gazastreifen. Es handelt sich um den schlimmsten Gewaltausbruch seit fünf Jahren. Hunderte Raketen wurden aus dem Gazastreifen auf israelisches Gebiet abgefeuert. Vier Israelis starben nach jüngstem Kenntnisstand durch die Raketenangriffe. Bei israelischen Angriffen auf den Gazastreifen wurden 23 Menschen getötet. Inzwischen gilt eine ausgehandelte Waffenruhe, die am frühen Montagmorgen einsetzte.

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Am Sonntag, als die Lage noch von gegenseitigem Beschuss bestimmt war, äußerte sich auch die leitende Beraterin der Wahlkampagne von US-Präsident Donald Trump zu der jüngsten Eskalation. In einem Tweet schrieb Katrina Pierson:  

650 Raketen wurden aus Gaza nach Israel abgefeuert, um Israels [Raketenabwehrsystem] Iron Dome zu überwältigen. 173 wurden abgefangen, vier Menschen getötet und 28 verwundet.

Dem Tweet ist ein Video beigefügt, das eine Flut von Raketen zeigt, die in den Himmel geschossen werden. Piersons Beitrag richtete sich gegen die demokratische Kongressabgeordnete Ilhan Omar, die die Palästinenser während der jüngsten Konfrontation mit Israel verteidigt hatte. "Was ist Ilhan Omars Antwort auf diese Gewalt? Wird sie diese verurteilen?", fragte die Trump-Beraterin in ihrem Tweet.

Ein Palästinenser sitzt neben den Überresten eines Hauses, welches durch die israelischen Angriffe zerstört wurde, Gaza, 6. Mai 2019.

Zuvor hatte die muslimische Abgeordnete auf Twitter Israels Politik gegenüber den Palästinensern kritisiert:

Wie viele Demonstranten müssen noch erschossen, Raketen abgefeuert und kleine Kinder getötet werden, bis der endlose Kreislauf der Gewalt endet?

Der Status quo der Besatzung und der humanitären Krise im Gazastreifen ist nicht tragbar. Nur eine echte Gerechtigkeit kann Sicherheit und dauerhaften Frieden schaffen.

Nachdem Pierson ihren Tweet abgesetzt hatte, wiesen Mitglieder der Twitter-Community unverzüglich darauf hin, dass das von ihr gepostete Video tatsächlich aus der Ukraine stammt und während des Höhepunkts des Konflikts im Donbass aufgenommen wurde. Die Aufnahmen sind in einem im Januar 2015 auf Youtube veröffentlichten Video enthalten.

"Was ist Ihre Antwort auf die Fälschung eines Videos? Verurteilen Sie sich selbst?", lautete die Retourkutsche eines Users:

Andere Nutzer warfen der Trump-Vertrauten vor, "Desinformationen zu verbreiten", oder bezeichneten sie als "Propagandistin". Zudem wurden Stimmen laut, Pierson wegen der Verbreitung von Fake News von der Kurznachrichtenplattform zu verbannen.

Unbeirrt von den Vorwürfen und der Tatsache, dass die Aufnahmen nicht aus dem Gazastreifen stammen, teilte die 42-Jährige das Video erneut in einem weiteren Tweet. Darin griff sie den demokratischen Präsidentschaftskandidaten und Ex-Vizepräsidenten Joe Biden an:

Jemand sollte Joe Biden fragen, ob er weiß, wohin die Milliarden US-Dollar gingen, die die Obama/Biden-Administration der illegitimen Regierung des Iran gegeben hat.

Twitter hat sich bisher nicht zu dem Vorgang geäußert; auch Biden hat die Angelegenheit bislang nicht kommentiert.

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