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"Wegen Vertrauensverlust": Kommandeur des US-Gefangenenlagers Guantánamo entlassen

"Wegen Vertrauensverlust": Kommandeur des US-Gefangenenlagers Guantánamo entlassen
Seit 2002 wird der von den USA seit 1903 betriebene Marinestützpunkt Guantánamo Bay Naval Base auf Kuba auch als Internierungslager benutzt.
Der Kommandeur des berüchtigten US-Gefangenenlagers Guantánamo wurde gefeuert - sieben Wochen vor seinem regulären Ausscheiden. Grund sei "der Verlust des Vertrauens in seine Fähigkeit zu kommandieren". Der Entlassung sollen wochenlange Ermittlungen vorangegangen sein.

Der für das berüchtigte US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba – innerhalb des seit 1903 gepachteten gleichnamigen US-Marinestützpunktes – zuständige Kommandeur, Konteradmiral John Ring, ist seines Amtes enthoben worden. Grund sei "der Verlust des Vertrauens in seine Fähigkeit zu kommandieren", teilte das US Southern Command in Doral im US-Bundesstaat Florida mit.

Das Verteidigungsministerium gab am Sonntag eine kurze Erklärung ab, in der angekündigt wurde, dass Rings bisheriger Stellvertreter, Brigadegeneral John Hussey, die Führung der "Joint Task Force Guantanamo" übernehmen werde. Der Wechsel wird laut Erklärung aber keine Auswirkungen auf "die sichere, humane rechtliche Betreuung und das Sorgerecht für die Häftlinge" in dieser Einrichtung – die weltweit zum Symbol für Missbrauch und Folter geworden ist – haben.

Die Gefangenen im Internierungslager auf dem US-Stützpunkt Guantanamo Bay Naval Base auf Kuba werden noch lange Zeit dort bleiben müssen. Die medizinische Betreuung wird dabei mit dem Alter immer kostspieliger.

Ring hat sich über die Bedingungen im Camp beklagt

Details zu den Gründen, warum Ring nur sieben Wochen vor seinem regulären Ausscheiden als Camp-Leiter abgesetzt wurde, wurden nicht genannt. Gerüchten zufolge könnte ihn aber eine jüngst stattgefundene Besichtigungstour für Medienvertreter durch das Gefangenenlager den Posten gekostet haben. So soll er sich unter anderem wegen der sich verschlechternden Bedingungen im Camp und der Herausforderungen, denen die Mannschaft beim Umgang mit den älter werdenden Häftlingen ausgesetzt ist, beklagt haben. Die Zahl der Häftlinge in der berüchtigten Einrichtung ist von über 500 während der Regierungszeit von George W. Bush (2011-2009) auf nunmehr 40 Personen gesunken.

Eine Sprecherin des Southern Command wies die Spekulationen über die Absetzung jedoch zurück. Gegenüber der New York Times sagte sie, Ring sei nach einer einmonatigen Untersuchung entlassen worden, die bereits vor der Führung der Medienvertreter abgeschlossen worden sei. Sie machte aber keine Angaben dazu, was denn konkret die Verfehlungen von Ring gewesen sein sollen.

Das Lager war nach dem 11. September 2001 unter dem republikanischen Präsidenten George W. Bush auf dem jahrzehntelang genutzten Marinestützpunkt errichtet worden, um mutmaßliche islamistische Terroristen ohne Prozess festzuhalten. Bushs Nachfolger Barack Obama wollte das Lager schließen lassen, scheiterte aber auch am Widerstand im US-Kongress. US-Präsident Donald Trump beharrt wiederum hartnäckig auf der Notwendigkeit, dass das Lager in der Guantánamo Bay weiter betrieben wird und sogar neue Gefangene aufnhemen könnte. Im Januar vergangenen Jahres verfügte er, dass das umstrittene Lager weiter existieren soll, und zwar angesichts der "erheblichen Bedrohungen für die Sicherheit" der USA.

"Um sicherzustellen, dass wir im Kampf gegen IS und Al-Qaida weiterhin über alle notwendigen Mittel verfügen, um Terroristen zu inhaftieren, wo immer wir sie verfolgen und wo immer wir sie finden. In vielen Fällen wird es für sie jetzt Guantánamo Bay sein", sagte er damals.

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