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Tödlicher Angriff auf Synagoge in USA – Donald Trump spricht von "Hassverbrechen"

Tödlicher Angriff auf Synagoge in USA – Donald Trump spricht von "Hassverbrechen"
Tödlicher Angriff auf Synagoge in USA – Donald Trump spricht von "Hassverbrechen"
Vor genau einem halben Jahr sind elf Menschen beim Angriff eines Rechtsradikalen auf eine Synagoge in den USA getötet worden. Am letzten Tag des jüdischen Pessachfestes wird dort wieder eine Synagoge zum Ziel eines mutmaßlichen Antisemiten, eine Frau wird getötet.

Sechs Monate nach dem rechtsradikal motivierten Angriff auf eine Synagoge in Pittsburgh hat ein Mann in einem jüdischen Gotteshaus in Kalifornien das Feuer eröffnet und eine Frau getötet. Drei weitere Menschen, unter ihnen der Rabbi, wurden am Samstag verletzt. Der mutmaßliche Schütze wurde festgenommen. San Diegos Polizeichef David Nisleit sagte, es handele sich um einen weißen 19-Jährigen aus San Diego. Er sei zunächst vom Tatort geflohen, habe dann aber selbst die Polizei angerufen und sich anschließend widerstandslos festnehmen lassen. Der Polizeibeamte sagte dem Sender CNN, er gehe davon aus, dass der Angreifer gezielt eine Synagoge ins Visier genommen habe.

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Das israelische Außenministerium teilte am Sonntag mit, unter den Verletzten seien zwei Israelis, ein achtjähriges Mädchen und ihr 31-jähriger Onkel. Sie seien vor einigen Jahren aus der israelischen Grenzstadt Sderot nach San Diego gezogen.

Nach dem Angriff verurteilte US-Präsident Donald Trump jeglichen Antisemitismus auf das Schärfste.

Unsere gesamte Nation trauert um den Verlust von Leben, betet für die Verletzten und ist solidarisch mit der jüdischen Gemeinschaft. Mit Nachdruck verurteilen wir das Übel des Antisemitismus und des Hasses, das besiegt werden muss", sagte der Republikaner.

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Wie der Sheriff im San Diego County, Bill Gore, sagte, werde derzeit geprüft, ob eine im Internet veröffentlichte und dem Festgenommenen zugeschriebene Hetzschrift authentisch sei. Darin schreibt der Autor, dass Juden "nichts als die Hölle" verdienten. "Ich werde sie dorthin schicken." Der Verfasser bezieht sich darin auch auf Brenton Tarrant, den mutmaßlichen Attentäter von Christchurch. Der Rechtsextremist soll für den Anschlag auf zwei Moscheen mit 50 Todesopfern in Neuseeland verantwortlich sein. Der Autor bekennt sich in dem bisher nicht verifizierten Schreiben auch auf einen bislang nicht aufgeklärten Brandanschlag auf eine Moschee im kalifornischen Escondido kurz nach dem Anschlag in Christchurch.

Auf den Tag genau sechs Monate vor dem Angriff in Poway hatte ein Rechtsradikaler in der "Tree of Life"-Synagoge in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania elf Menschen erschossen. Es handelte sich um das folgenschwerste antisemitische Verbrechen in der Geschichte der USA. Dem Täter wird derzeit der Prozess gemacht. Ihm droht nach Angaben des Justizministeriums die Todesstrafe.

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Nach jüngsten Statistiken der Bundespolizei FBI haben Hassverbrechen in den USA 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent zugenommen. 2017 registrierten die Behörden 7.175 solche Verbrechen. 1.679 davon wurden als religiös motiviert eingestuft. Von diesen Taten richteten sich wiederum 58,1 Prozent gegen Juden und 18,7 Prozent gegen Muslime. Kritiker werfen Donald Trump vor, nicht energisch genug gegen Rechtsradikale Position zu beziehen oder sie mit seiner hitzigen Rhetorik sogar zu ermutigen. (dpa)

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