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USA: Mehr als die Hälfte der Kohlebergwerke wurde seit 2008 geschlossen

USA: Mehr als die Hälfte der Kohlebergwerke wurde seit 2008 geschlossen
Der rückläufige Kohlebedarf in den USA und der steigende Bedarf an Erdgas sowie erneuerbaren Energien haben die Kohleproduktion beeinträchtigt. Die Zahl der aktiven Kohlebergwerke in den USA ist um mehr als die Hälfte zurückgegangen.

Die Kohleproduktion in den USA an sich ging seit dem Scheitelpunkt im Jahr 2008 um mehr als ein Drittel zurück. Im Jahr 2017 lag die Zahl der aktiven Kohlebergwerke laut den Schätzungen der Energy Information Administration (EIA) bei 671 Minen, wobei es im Jahr 2008 noch 1.435 Minen gab.

Braunkohleabbau im Tagebau Nochten bei Boxberg

Der seit 2008 gesunkene Kohlebedarf hat zur Schließung kleinerer und weniger effizienter Minen geführt, wobei die meisten Minen in der Region der Appalachen geschlossen wurden. Die EIA berichtete:

Der Aufwärtstrend bei den Minenschließungen seit 2008 wurde weitgehend von der Wirtschaft getragen, und kleinere, weniger profitable Minen waren anfälliger für Schließungen.

Ende letzten Jahres schätzte die EIA, dass der US-Kohleverbrauch im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent auf den niedrigsten Stand des Kohleverbrauchs seit 1979 gesunken ist.

Der US-Elektrizitätssektor machte zwischen 2007 und 2018 ungefähr 93 Prozent des gesamten US-Kohleverbrauchs aus. Seit 2007 ging der Kohleverbrauch im Stromerzeugungssektor jedoch zurück, was auf die Stilllegung von Kohlekraftwerken und ihre geringere Auslastung zurückzuführen ist. Diese ist mit einem wachsenden Wettbewerb durch die Erdgasverstromung und den Anstieg der Nachfrage nach erneuerbaren Energiequellen verbunden. Der Marktanteil von Kohle sei auf Kosten von Erdgas und erneuerbaren Energien gesunken, so die EIA.

Laut der Organisation werden Wind-, Erdgas- und Solarenergie die neue Stromkapazität in den Vereinigten Staaten im Jahr 2019 anführen, während der Kohlebedarf in der Energiebranche immer weiter sinken wird.

Im Jahr 2019 soll der US-Stromsektor 23,7 Gigawatt (GW) an neuen Kapazität hinzugewinnen, während Kapazitäten in Höhe von 8,3 GW stillgelegt werden. Einen Großteil dieser für die Stilllegung vorgesehenen Kapazitäten macht Kohle (53 Prozent) aus. Darauf folgt Erdgas (27 Prozent) und Atomenergie (18 Prozent).

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