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Wegen fehlender Fachkräfte: US-Luftfahrtgesellschaften werben Helikopterpiloten aus dem Militär an

Wegen fehlender Fachkräfte: US-Luftfahrtgesellschaften werben Helikopterpiloten aus dem Militär an
Ein Helikopterpilot des US-MIlitärs trainiert für seinen Einsatz als Pilot der kommerziellen Luftfahrt, San Diego, USA, 15. Januar 2019
Aufgrund des Wechsels vieler Piloten in den Ruhestand sowie wegen geänderter Luftfahrtregularien rekrutieren US-Luftfahrtgesellschaften vermehrt Helikopter-Piloten des US-Militärs. Deren Umschulung dauert nur 90 Tage, und die Verdienstaussichten sind gut.

Der Mangel an Piloten lässt die Gehälter steigen. Vor zehn Jahren lag das Einstiegsgehalt eines Piloten bei einer US-Luftfahrtgesellschaft noch bei 21.000 US-Dollar, heute sind es 54.000 Dollar jährlich. Den Helikopter-Piloten aus dem US-Militär werden die Umschulungen auf den kommerziellen Flugbetrieb bezahlt. Sogar dürfen die Bewerber überschüssige Zahlungen nach dem erfolgreichen Training behalten.

Symbolbild: Deutsche Bundeswehr-Soldaten nach ihrem Einsatz in Afghanistan, Termez, Usbekistan, 28. April 2010.

Es dauert lediglich etwa 90 Tage, die Militär-Flieger umzuschulen. Ein Neueinsteiger bräuchte dafür Jahre, und die Kosten dafür lägen bei über 100.000 Dollar. Die höheren Kosten würden die Kunden zu spüren bekommen. Die regionalen Fluggesellschaften bieten daher gern den Militärpiloten Übergangsprogramme an.

Boeing schätzt, dass der Bedarf an neuen Piloten für den kommerziellen Flugverkehr bei rund 790.000 liegen wird. Der ehemalige Air Force-Pilot Shaun Perez berichtet Reuters von seinem Berufswechsel. In Afghanistan flog er Apache-Helikopter und unterstütze die Spezialkräfte am Boden durch Feuerschutz.

Für die Umschulungskosten erhielt Perez 38.000 US-Dollar von den Trans State Airlines. Die Umschulung kostete ihn lediglich 20.000 Dollar, die Differenz durfte er behalten. Derzeit verdiene er 3.800 Dollar im Monat und habe gute Aussichten, beim Wechsel zu einer größeren Fluglinie seinen Lohn noch zu steigern. Die Einsätze in Afghanistan seien ihm noch gut im Gedächtnis. Inwieweit die Piloten auf ein durchaus häufiges posttraumatisches Belastungssyndrom aus ihren Kriegseinsätzen getestet werden, ist indes nicht bekannt.

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