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US-Kommando für Spezialkräfte erlässt "ethische Leitlinien" für Soldaten

US-Kommando für Spezialkräfte erlässt "ethische Leitlinien" für Soldaten
Der Vorteil von Spezialeinheiten liegt in ihrer Größe: Klein, hoch-mobil, sehr gut ausgerüstet und ausgebildet können sie schnell für verschiedenste Missionen auf der Welt eingesetzt werden.
Die Zustände bei den US-Spezialeinheiten, die weltweit bei vielen bekannten und noch mehr unbekannten Aktionen aktiv sind, haben den Zorn der Führung heraufbeschworen. Die Rede ist von "unentschuldbaren und verwerflichen Verletzungen" der Soldaten bei Einsätzen, die das Image beschmutzen.

Delta Force, Navy SEALs, Green Berets oder Rangers sind glanzvolle Namen der geheimnisvollen US-Spezialeinheiten, die mit vielen Filmen Kultstatus erworben haben. Sie werden stets als taffe Soldaten gezeigt, die für das Gute kämpfen und sich nicht so leicht von Widrigkeiten im Kampf aus dem Konzept bringen lassen. Das ist auch das Bild, welches die Führung der USSOCOM (U.S. Special Operations Command) gern nach außen hin pflegen möchte, was aber offensichtlich immer schwieriger wird. Bekanntgewordene Vorfälle wie Drogenschmuggel aus Kolumbien, Vergewaltigungen von Minderjährigen (7 und 11 Jahre) bis hin zu angeblichen Kriegsverbrechen haben dazu geführt, dass das Vertrauen in die Spezialkräfte gesunken ist.

Screenshot einer Drohenaufnahme von der Operation zur Tötung des Kopfes von al-Islah

Die Zustände scheinen so gravierend zu sein, dass sich sogar der Untersuchungsdienst des Kongresses diesem Thema widmete und von "wachsender Besorgnis des Kongresses über Fehlverhalten, Ethik und Professionalität" der Spezialkräfte sprach. Und im letzten Genehmigungsgesetz zur nationalen Verteidigung (National Defense Authorization Act) wurde der Verteidigungsminister aufgefordert, die Professionalität und ethischen Standards der Elitesoldaten zu überprüfen.

Für den Kommandanten der USSOCOM, General Raymond Thomas, stand nun fest, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Schließlich geht es auch um das Image, das über Jahrzehnte sorgfältig aufgebaut und teuer erkauft wurde:

Vertrauen zwischen Teamkollegen und insbesondere zu unserer Nation ist unsere Währung bei den Spezialkräften. … Wir haben lange und hart über viele Jahre im Kampf dafür gearbeitet, um es zu verdienen. Wir werden nicht erlauben, dass unentschuldbare und verwerfliche Verletzungen dieses Vertrauens Jahrzehnte von ehrenhaftem Dienen, Teamwork und Fortschritt durch Mitglieder des USSOCOM erodieren.

Um die Soldaten wieder auf die richtige Linie zu bringen, verfasste General Thomas eine E-Mail mit dem Titel "Ethics and Our SOF Culture – A Call To Action" (Ethik und unsere Kultur der Sondereinsatzkräfte – Ein Aufruf zur Handlung). Der E-Mail war auch eine "Leitlinie zur Ethik" beigefügt, um den Männern in den betreffenden Spezialeinheiten in Erinnerung zu rufen, dass ihre Handlungen auch Auswirkungen auf internationaler Ebene haben können. Beim Durchlesen dieser "Leitlinie" fällt einem aber auf, dass es der SOF-Führung nicht so sehr um ethische Grundsätze ihres blutigen Handwerks geht, sondern vielmehr darum, dass etwaige Vergehen nicht an die breite Öffentlichkeit gelangen.

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