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Alarm-Studie für den Kongress: USA würden Krieg gegen Russland oder China verlieren

Alarm-Studie für den Kongress: USA würden Krieg gegen Russland oder China verlieren
Lenkwaffen-Zerstörer USS Jason Dunham (DDG 109) im Persischen Golf
Der militärische Vorteil der USA sei derart erodiert, dass die Vereinigten Staaten einen bewaffneten Konflikt gegen Russland oder China verlieren würden, so die Einschätzung einer Kommission im Auftrag des US-Kongresses. Die Studie warnt vor ernsten Folgen.

Die Fähigkeit Amerikas, seine Verbündeten, Partner und seine eigenen vitalen Interessen zu schützen, sei zunehmend in Frage gestellt, warnt ein neuer Bericht, der am Mittwoch vom Ausschuss für die Strategie der nationalen Verteidigung (National Defense Strategy Commission) veröffentlicht wurde. Wenn die Regierung keine dringlichen Maßnahmen ergreift, um diese Situation, die einer "Krise der nationalen Sicherheit" gleichkäme, zu verbessern, seien die Folgen ernst und langfristig, heißt es weiter.

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Das US-Militär könnte in einem Konflikt unannehmbar hohe menschliche Opfer und Verluste von Kapitalanlagen erleiden. Zudem drohe der Verlust des globalen Einflusses.

Die Kontrolle über das Land ist auf Rekordtief, die Verluste auf Rekordhoch für afghanische Sicherheitskräfte.

Die Sicherheit und das Wohlergehen der Vereinigten Staaten sind stärker gefährdet als zu jeglicher Zeit in den vergangenen Jahrzehnten. Amerikas militärische Überlegenheit - [...] das Rückgrat seines globalen Einflusses und seiner nationalen Sicherheit - ist zu einem gefährlichen Grad erodiert. [...] Rivalen und Gegner fordern die Vereinigten Staaten an vielen Fronten und in vielen Bereichen heraus."

Demnach könnte es für die Vereinigten Staaten schwierig sein, einen Krieg gegen China oder Russland zu gewinnen.

Das Verteidigungsbudget der USA ist mit 716 Milliarden US-Dollar viermal so groß wie das chinesische und zehnmal so groß wie das russische. Dennoch erwähnt der Bericht, dass die Verteidigung „auf ein gefährliches Niveau“ geschrumpft sei. Insbesondere, wenn die USA an mehr als einer Front kämpfen müssten, liefen sie Gefahr, überwältigt zu werden. 

Vor allem im Cyberbereich und im Weltraum seien die Vereinigten Staaten ins Hintertreffen geraten. Auch die nukleare Ausstattung bedarf den Experten zufolge einer Modernisierung.

Zusätzlich wäre es unklug und unverantwortlich, von Gegnern nicht zu erwarten, dass sie versuchen, kinetische, Cyber- oder andere Arten von Angriffen auf Amerikaner zu Hause zu planen, während sie versuchen, unser Militär im Ausland zu besiegen", warnen die Autoren. "Die militärische Überlegenheit der USA ist nicht mehr gewährleistet und die Auswirkungen auf die amerikanischen Interessen und die amerikanische Sicherheit sind ernst."

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Veränderungen im In- und Ausland schmälern die militärischen Vorteile der USA und bedrohen wichtige US-Interessen. Den Autoren zufolge streben Washingtons Rivalen wie China und Russland "nach regionaler Hegemonie und suchen nach Mitteln der Machtprojektion auf globaler Ebene".

Generalleutnant und Inspekteur des deutschen Heeres, Jörg Vollmer. (Symbolbild)

Sie bauen gezielt militärische Kräfte auf, um die Vorteile der Vereinigten Staaten zu neutralisieren", sind die Experten überzeugt.

Darüber hinaus hätten die US-Behörden selbst die Verteidigungsausgaben gesenkt und das militärische Potenzial des Landes erheblich geschwächt, heißt es in dem Dokument.

Die Kommission ist ein vom Kongress im Jahr 2017 eingerichteter, parteiübergreifender Ausschuss und stützt den Bericht auf "zahlreiche geheime und nicht geheime Quellen" sowie Konsultationen.

Ein großer Teil der Arbeit der Kommission konzentriert sich auf die Beurteilung der im Januar veröffentlichten sogenannten National Defense Strategy (NDS), welche dem Verteidigungsministerium eine übergeordnete Richtung geben soll. Zahlreiche hochrangige Pentagon-Mitarbeiter beziehen sich in ihrer Arbeit auf das Dokument. Auch der kommende Haushalt wird voraussichtlich der NDS Rechnung tragen und Ressourcen für potenzielle Konflikte mit China und Russland einplanen.

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