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"Frieden mit Iran": Friedensaktivistin stört Anti-Iran-Rede und erntet Lob

"Frieden mit Iran": Friedensaktivistin stört Anti-Iran-Rede und erntet Lob
Das Sicherheitspersonal versucht, die Aktivistin Medea Benjamin von der Bühne zu entfernen.
Eine bekannte Friedensaktivistin störte den Auftritt des US-Sondergesandten für den Iran. Die Aktivistin ließ es sich nicht nehmen, gegen die aggressive anti-iranische Rede des Beamten zu protestieren. In den sozialen Medien wurde sie dafür gelobt.

Bei der Aktivistin handelt es sich um die Codepink-Mitbegründerin Medea Benjamin. Sie stürmte nach einer Rede des US-Sondergesandten Brian Hook am Mittwoch die Bühne. Die Veranstaltung leitete das Hudson Institut, ein rechter Thinktank. In seiner Rede kritisierte Hook das Nuklearabkommen mit dem Iran von 2015 und lobte die neuen US-Sanktionen gegen Teheran.

Benjamin rief, auf die Bühne stürmend:

Dies ist das Unsinnigste, das ich je gehört habe. Die Weltgemeinschaft will den Nuklearvertrag mit dem Iran aufrechterhalten.

Als Reaktion auf Hooks Forderung, der Iran solle "wie ein normales Land" handeln, fuhr Benjamin fort:

Sprechen wir über normale Länder. Lassen Sie uns über Saudi-Arabien sprechen. Sind das unsere Verbündeten? Sie sind die größte Bedrohung für die Weltgemeinschaft.

Dann widmete sie sich der US-unterstützten, von Saudi-Arabien geführten Interventionen im Jemen:

Wie können Sie es wagen, die Angelegenheit im Jemen vorzubringen? Es ist das saudische Bombardement, das die meisten Menschen im Jemen tötet.

Drei Männer versuchten zu diesem Zeitpunkt, sie von der Bühne zu entfernen. Benjamin warnte dabei, dass die Sanktionen gegen den Iran das iranische Volk am meisten schädige, und verglich die derzeitige Haltung der USA mit der im Jahr 2003, als die Vereinigten Staaten in den Irak einmarschierten:

Es sind die Sanktionen, die das iranische Volk schädigen. Sie argumentieren für einen Krieg mit dem Iran. Wie ist der Krieg gegen den Irak zustande gekommen? Sie tun genau dasselbe, das wir im Falle des Irak getan haben. Wir wollen keinen weiteren Krieg im Nahen Osten.

Als sie aus dem Raum geworfen wurde, rief sie:

Kein Krieg mehr! Frieden mit dem Iran!

Nach ihrem Rauswurf witzelte Hook, der während Benjamins Protests geschwiegen hatte: 

Ich glaube, sie hat heute Morgen ihren Kaffee getrunken.

In den sozialen Medien erhielt Benjamin Lob für ihren Auftritt:

Gott schütze sie! Was für eine mutige Frau! Auch unglaublich, dass sie den Iran der Verbrechen des US-Imperiums beschuldigen! Jemand muss diese Kriegstreiber aufhalten, sofort! Diese Frau hat mir gerade Hoffnung gemacht. Danke Dir!

Ich zweifle nicht daran, dass Media (gemeint: Medea) einige, vielleicht viele, in diesem Raum zum Nachdenken über ihre wahrhaftigen Worte gebracht. Hoffentlich werden sie diese so umsetzen, wie sie es tut. Es erstaunt mich, wie sie nicht einmal den Faden verliert, während sie so herumgewirbelt wird.

Codepink ist eine von Frauen geführt Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, den Militarismus und die US-Kriege zu beenden, und sich für den Frieden und Menschenrechtsinitiativen einsetzt. Codepunk wünscht, dass die Gelder statt in den Krieg in die Gesundheitsversorgung und die Bildung fließen. Auf ihrer Webseite ruft Codepink zum Frieden mit dem Iran auf.

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