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US-Umfrage: Jeder Dritte sieht Medien als "Feinde des Volkes"

US-Umfrage: Jeder Dritte sieht Medien als "Feinde des Volkes"
Menschenmasse vor der Ankunft von Präsident Donald Trump in Tampa, Florida, 31. Juli 2018.
Die Bevölkerung der Vereinigten Staaten verliert zunehmend das Vertrauen in die Medien. Dies ergibt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsintituts Ipsos. Zugleich zeigte sich eine tiefe Spaltung entlang politischer Überzeugungen.

Obgleich die Umfrage ein zunehmendes Misstrauen der Bevölkerung gegenüber der Presse zeigt, sind die Befragten in grundlegenden Fragen einmütig: Die große Mehrheit der Amerikaner, 85 Prozent, sind sich einig, dass die "Pressefreiheit für die amerikanische Demokratie unerlässlich ist". Zwei Drittel (68 Prozent) sind der Meinung, dass "Reporter vor dem Druck der Regierung oder der Großunternehmen geschützt werden sollten".

Tagespresse  - unter anderem die

Die seit einigen Jahren andauernde Diskussion über "Fake-News" hat jedoch auch in der US-amerikanischen Bevölkerung für ein Umdenken gesorgt. Besonders der Schlagabtausch zwischen Donald Trump und einschlägigen Fernsehsendern polarisierte. Ein Viertel der Amerikaner (26 Prozent) sagen, sie stimmten der These zu, dass "der Präsident die Autorität haben sollte, Nachrichtenagenturen zu schließen, die ein schlechten Verhalten an den Tag legen", einschließlich einer Vielzahl von Republikanern (43 Prozent). Ebenso denken die meisten Amerikaner (72 Prozent), dass es einfacher sein sollte, Reporter zu verklagen, die "wissentlich falsche Informationen veröffentlichen".

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Jeder vierte Republikaner will CNN schließen lassen

Das Ansehen der Medien hat unter dieser Diskussion nachhaltig gelitten. Nur noch knapp jeder zweite Amerikaner (46 Prozent) denkt, dass "die meisten Nachrichtenagenturen ihr Bestes versuchen, um ehrliche Berichterstattung zu produzieren". In dieser Frage gibt es sehr starke Spaltungen entlang der parteipolitischen Identifikation der Befragten. Die meisten Demokraten (68 Prozent) glauben im Allgemeinen an die gute Absicht von Journalisten, aber vergleichsweise wenige Republikaner (29 Prozent).

Die Einstellung zu den Medien offenbart eine tiefe Spaltung in der Bevölkerung, wenn man die Aussagen nach politischer Ausrichtung aufschlüsselt. Zum Beispiel stimmen 80 Prozent der Republikaner, aber nur 23 Prozent der Demokraten zu, dass "die meisten Nachrichtenagenturen eine liberale Ausrichtung haben", und 79 Prozent der Republikaner, aber nur elf Prozent der Demokraten stimmen der These zu, "die Mainstream-Medien behandeln Präsident Donald Trump ungerecht".

Redaktionen der Hauptstadtblätter der Mediengruppe DuMont -  der Berliner Kurier und die Berliner Zeitung - wurden 2016 in eine neu gegründete Berliner Newsroom GmbH zusammengelegt. Dutzende Stellen fielen weg.

Fast ein Drittel des amerikanischen Volkes (29 Prozent) stimmt sogar der Auffassung zu, dass "die Nachrichtenmedien ein Feind des amerikanischen Volkes sind", einschließlich fast jedes zweiten Republikaners (48 Prozent). Jeder zehnte US-Amerikaner (13 Prozent) denkt, dass "Präsident Trump die etablierten Nachrichtenmedien wie CNN, die Washington Post und die New York Times schließen sollte". Hierbei stimmen fast ein Viertel der Republikaner (23 Prozent), aber weniger als einer von zehn Demokraten (acht Prozent) zu.

Eskalation vor den Zwischenwahlen

Vor den anstehenden Zwischenwahlen am 6. September sehen manche Beobachter eine Verschärfung des Kampfs um die Meinungshoheit in den sozialen Medien. Neben der latenten Gefahr durch angebliche russische Beeinflussung auf Facebook und Twitter sehen sich alternative Medien verstärkt Angriffen ausgesetzt. Das letzte prominente Opfer ist die konservative Webseite infowars.com von Alex Jones. Innerhalb von weniger als 24 Stunden kündigten Apple, Facebook, Youtube und Spotify zahlreiche Konten, die mit infowars.com verbunden waren. Als Begründung gab es nur einen allgemeinen Hinweis auf Verstöße gegen Geschäftsbedingungen. Angesichts der bevorstehenden Wahlen wird die Stilllegung der reichweitenstarken Konten als Eingriff in die mediale Meinungsvielfalt gesehen.

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