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Ein Jahr nach Diebstahl: Polizei in Texas soll Suche nach radioaktivem Material aufgegeben haben

Ein Jahr nach Diebstahl: Polizei in Texas soll Suche nach radioaktivem Material aufgegeben haben
Symbolbild.
Jüngst erschienenen Berichten zufolge sollen US-Behörden einen Vorfall vertuscht haben, im Zuge dessen beim Einbruch in ein Auto von Beamten Plutonium- und Cäsiumproben abhandengekommen seien. Die Polizei soll die Suche bereits seit langem aufgegeben haben.

Sicherheitsexperten eines Labors in Idaho waren demnach nach Texas gefahren, um gefährliche radioaktive Stoffe aus einem gemeinnützigen Forschungslabor in der Region zu holen. Zu diesem Zweck hätten sie winzige Behältnisse mit Plutonium und Cäsium zur Kalibrierung mitgebracht.

Als die beiden sich jedoch für die Nacht in ihre Hotelzimmer zurückgezogen hatten, brachen Unbekannte in das Auto ein, das sie zuvor auf dem Parkplatz zurückgelassen hatten. Als die Beamten am Morgen zurückkamen, waren die Fenster ihres gemieteten Ford Expedition eingeschlagen und das nukleare Material weg.

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Eine sofortige polizeiliche Untersuchung, unterstützt vom FBI, brachte keine Hinweise auf den Verbleib des gestohlenen radioaktiven Materials.

Die Polizei hat zudem keine eindeutigen Fingerabdrücke auf oder im Auto gefunden und konnte sich für die Strafverfolgung auch keiner brauchbaren Überwachungsbilder bedienen. Hinzu kommt, dass die Behörden keine Zeugen für das Verbrechen gefunden haben.

Parkplatz galt entgegen ursprünglichen Angaben nicht als gut bewacht und gesichert

Während davon auszugehen war, dass ein solches Verschwinden hochgefährlicher Stoffe unter unklaren Umständen unzweifelhaft nationales Aufsehen hätte hervorrufen können, blieb der Vorfall ohne mediales Nachspiel, da die Polizei keine Details über den Fall öffentlich bekanntgab.

Die Behörden haben sich auch geweigert, die Menge an Plutonium und Cäsium anzugeben, die aus dem Auto gestohlen wurde. Der einzige Hinweis kam von der Laborsprecherin in Idaho, Sarah Neumann, die den Ermittlern versicherte, dass die gestohlene Menge zu gering sei, um für die Herstellung einer Atombombe verwendet werden zu können.

Das Labor behauptete auch, dass es sich bei dem betreffenden Parkplatz um einen gut bewachten, mit hohen Mauern gesicherten Bereich handelte. Diese Angabe erwies sich, wie der jüngste Bericht schildet, als ein wenig übertrieben, da die Polizeistatistik aussagte, dass dort in den Jahren 2016 und 2017 insgesamt 87 Diebstähle stattfanden.

Der Sprecher der Polizei von San Antonio, Carlos Ortiz, der in dem Bericht zitiert wird, erklärte, die Polizei sei vom Labor in Idaho informiert worden, dass es sich um "keine wichtige oder gefährliche Menge" an Plutonium handle, welche die mit dem Transport betrauten Experten offensichtlich falsch behandelt hätten.

"Keinen Geist jagen"

Dieser Umstand veranlasste die Polizei, die Ermittlungen einzustellen, um "keinen Geist zu jagen", erklärte sich der Sprecher und bemerkte, dass die Mitarbeiter des Labors besser auf ihre Ladung hätten Acht geben sollen. Die Männer "hätten ein sensibles Instrument wie dieses nie unbeaufsichtigt in einem Fahrzeug lassen dürfen", so Ortiz.

In dem Bericht heißt es jedoch, dass der Fall in San Antonio nur die Spitze eines Eisbergs sei, da die Behörden nicht genug täten, um alle seit dem Ende des Kalten Krieges verlorengegangenen radioaktiven Stoffe aufzuspüren. Es wird geschätzt, dass der Verbleib von bis zu sechs Tonnen bombenfähigen Materials nicht nachgewiesen werden kann. Es wird zwar allgemein angenommen, dass der Großteil davon in Form von Rückständen in Filtern, Maschinen und Fabrikrohren zurückgeblieben ist. Eine solche Menge an radioaktivem Material kann theoretisch jedoch für Dutzende zerstörerischer Bomben verwendet werden, warnt das Center for Public Integrity (CPI).

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