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Umstrittene Schlüsselfigur in Waffenskandal wird neuer Präsident der NRA

Umstrittene Schlüsselfigur in Waffenskandal wird neuer Präsident der NRA
Oliver North wird neuer Präsident der US-amerikanischen Waffenvereinigung NRA. Als militärischer Berater des Sicherheitsrates hat North in den 80er-Jahren illegal Waffen an den Iran geliefert und mit den Gewinnen Rebellen in Mittelamerika ausgerüstet.

Oliver North wird nach Pressemitteilungen neuer Präsident der größten US-amerikanischen Waffenvereinigung und Waffenlobby "National Rifle Association". Der stellvertretende Vorsitzende der NRA Wayne LaPierre sagte in einer Pressemitteilung:

Oliver North ist zweifellos die absolut beste Wahl, um unseren NRA-Vorstand zu führen, sich voll und ganz unseren Mitgliedern zu widmen und unnachgiebig für die großen Freiheiten zu kämpfen, die er sein Leben lang verteidigt hat.

North, der auch als Fox-News-Mitarbeiter aktiv ist, soll sein Amt in wenigen Wochen antreten. Seit dem Amoklauf an einer Schule in Miami steht die NRA aufgrund ihrer Forderung nach weniger Waffenbeschränkungen unter Druck. Die NRA nimmt immer wieder finanziell und politisch auf Präsidentschafts- und Kongresswahlen sowie auf Gesetzesentwürfe Einfluss.

Der Ko-Vorsitzende der Antiwaffen-Vereinigung "Prevent Gun Violence", Kris Brown, sagte zur Ernennung: "Oliver Norths Name ist gleichbedeutend mit Korruption und Schande."

Beide Kriegsparteien mit Waffen versorgt

Oliver North war in den 80er-Jahren die Schlüsselfigur in der Iran-Contra-Affäre, in den USA auch als "Irangate" bekannt. Während des ersten Golfkriegs verkauften die USA heimlich Waffen an den Iran, obwohl sie offiziell dessen Kriegsgegner Irak unterstützten. Die Gewinne wurden verwendet, um in Nicaragua die Contra-Rebellen gegen die sandinistische Regierung zu bewaffnen. Oliver North, damals militärischer Berater des Nationalen Sicherheitsrats, wurde von Reagan entlassen und angeklagt. Außerdem wurde ihm nachgewiesen, belastende Unterlagen aus der Reagan-Ära vernichten zu wollen. Den Auftrag gab der damalige Generalstaatsanwalt John Bolton, heute Sicherheitsberater der Regierung Trump.

North wurde zu einer Haftstrafe von drei Jahren auf Bewährung und 150.000 US-Dollar Geldstrafe verurteilt. 1990 wurde die Strafe während eines Berufungsverfahrens aufgrund von Verfahrensfehlern aufgehoben. Zu einem weiteren Prozess kam es nicht.

Trotz dieser umstrittenen Vergangenheit lobt LaPierre den neuen NRA-Präsidenten:

Oliver North ist ein legendärer Krieger für die amerikanische Freiheit, ein begabter Kommunikator und erfahrener Anführer. In diesen Zeiten kann ich mir niemanden vorstellen, der besser geeignet ist, als unser Präsident zu dienen.

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