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Vielleicht doch keine so gute Idee von Trump: US-Polizei nimmt schießwütigen Lehrer fest

Vielleicht doch keine so gute Idee von Trump: US-Polizei nimmt schießwütigen Lehrer fest
Nach dem Schulmassaker von Parkland forderte Trump, Lehrer zu bewaffnen. Da fällt an einer Schule in Georgia ein Schuss. Die High School wird geräumt - wegen eines bewaffneten Lehrers.

Inmitten der Diskussion über eine Bewaffnung von Lehrern in den USA hat die Polizei in Georgia einen Lehrer festgenommen, der sich bewaffnet in einem leeren Klassenraum verbarrikadiert hatte. Das bestätigte Polizeisprecher Bruce Frazier am Mittwoch vor Medien.

Als der Direktor der Dalton High School den Raum habe aufsperren wollte, hätten Zeugen von mindestens einem Schuss aus dem Raum berichtet. Danach habe der Direktor Alarm ausgelöst.

Evakuierung von Schülern der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland, Florida, USA, 14. Februar 2018

Kinder seien zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen, sagte der Sprecher. Der Lehrer sei allein in dem Raum gewesen und habe es offensichtlich nicht auf Kinder abgesehen gehabt.

Der Mann habe sich nach 30 bis 40 Minuten freiwillig gestellt, in denen er mit der Polizei konfrontiert gewesen sei. Lokale Medien berichteten unter Berufung auf Ermittler, der Mann habe sich möglicherweise das Leben nehmen wollen und sich deshalb eingesperrt. Der Polizeisprecher wollte diese Berichte nicht bestätigen. Laut Polizei wurde eine Pistole sichergestellt. Der Lehrer ist den Angaben zufolge 53 Jahre alt und unterrichtet Sozialkunde.

Die Polizei von Dalton erklärte am Mittwoch auf Twitter, sie habe auf Berichte über Schüsse reagiert und ein Großaufgebot zu der High School geschickt. Etwa 2.000 Kinder werden dort unterrichtet. Dalton liegt etwa 145 Kilometer nördlich von Atlanta im US-Bundesstaat Georgia.

Alle Kinder seien an einen sicheren Ort gebracht worden, sagte Sprecher Frazier. Eine Schülerin habe sich beim Weglaufen am Knöchel verletzt.

Die Nachricht hatte in den USA vor allem in sozialen Netzwerken rasch sehr großes Aufsehen erregt. Sie kam zwei Wochen nach dem von US-Präsident Donald Trump unterstützten Vorschlag, einige Lehrer zu bewaffnen.

Trump hatte diesen Vorschlag nach den tödlichen Schüssen an einer Schule in Florida gemacht. Dort hatte vor zwei Wochen ein Ex-Schüler 17 Menschen an einer High School erschossen. Seither schlagen in den USA die Wellen der Diskussion über das Waffenrecht hoch.

(dpa/rt deutsch)

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