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Nach Amoklauf in Florida: Donald Trump inszeniert sich als furchtloser Verbrechensbekämpfer

Nach Amoklauf in Florida: Donald Trump inszeniert sich als furchtloser Verbrechensbekämpfer
Trump im Gespräch mit dem Polizisten Mike Leonard, der denn Amokläufer überwältigte. In der Mitte: Scott Israel, der nun selbst immer stärker in der Kritik steht.
Donald Trump hat sich über den Amoklauf in Florida zu Wort gemeldet, nachdem Polizisten in diesem Zusammenhang der Feigheit bezichtigt wurden. Der US-Präsident glaubt von sich, er wäre mit bloßen Händen gegen den Attentäter vorgegangen.

Der Amoklauf in einer Schule in Florida am vergangenen Mittwoch, bei dem ein Teenager 17 seiner ehemaligen Mitschüler erschossen hat, erregt verständlicherweise nach wie vor die Gemüter in den USA. Viele Fragen schließen sich an die Bluttat an. Beispielsweise ob schärfere Waffengesetze das Attentat des 19-jährigen Nikolas Cruz verhindert hätten. Oder warum überhaupt so viele Jugendliche in den USA unter psychischen Problemen leiden, die sich dann zuweilen in solchen Gewalttaten entladen.

Trump bekräftigt Ziel der Bewaffnung mancher Lehrer (Symbolbild)

Stattdessen verlagert sich das mediale Getöse gegenwärtig zunehmend auf einen Nebenkriegsschauplatz. Dabei geht es um die Rolle des Polizisten Scott Peterson. Dieser hatte vergangene Woche seinen Dienst quittiert und war damit einer Suspendierung zuvorgekommen. Ihm wird vorgeworfen, nicht entschlossen genug gehandelt zu haben, um den Amokläufer zu stoppen. So hatte sich Peterson nicht in das Schulgebäude während der Bluttat begeben, sondern davor Position bezogen.

Dessen Vorgesetzter Scheriff Scott Israel zeigte sich schockiert, nachdem er von Petersons vermeintlicher Untätigkeit erfuhr. Er sei "am Boden zerstört" und ihm sei "schlecht im Magen", weil Peterson "nicht hineingegangen ist". Dass der Chef der Polizeidirektion seinen Mitarbeiter noch vor Beginn einer Untersuchung in aller Öffentlichkeit derart abkanzelte, war ungewöhnlich.

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Nachdem bekannt worden war, dass sich neben Peterson drei weitere Polizisten der Direktion vor dem Schulgebäude postiert hatten und nicht hineingegangen waren, geriet deren Dienstherr Israel selbst immer stärker in die öffentliche Kritik.

Peterson verwehrt sich gegenüber Feigheits-Vorwürfen

Dieser verwahrte sich gegenüber jeglichen Verurteilungen vor Abschluss einer entsprechenden Untersuchung. Peterson warf seinem Ex-Chef Israel daraufhin in einer von seinem Anwalt verfassten Erklärung vor, in seinem eigenen Fall dieses Argument nicht geltend gemacht zu haben. Darin heißt es zudem:

Vorwürfe, Herr Peterson sei ein Feigling und dass seine Leistung unter den gegebenen Umständen nicht den Polizei-Standards entsprach, sind offensichtlich unwahr.

Peterson sei zunächst davon ausgegangen, dass die Schüsse draußen fielen und habe den Ausbildungsstandards entsprechend Deckung gesucht und die Situation eingeschätzt", um dann seine Beobachtungen anderen Polizeikräften mitzuteilen. Er habe eine "taktische Position" zwischen zwei angrenzenden Gebäude bezogen, so die Erklärung.

Trump: "Ich wäre reingegangen"

US-Präsident Donald Trump nutzte wie kaum anders zu erwarten die Gunst der Stunde, um sich selbst in Szene zu setzen – und möglicherweise auch, um von der Waffenrechts-Debatte ablenken zu können.

Vor einer Versammlung von Gouverneuren im Weißen Haus sagte er über die vier Polizisten, diese seien "nicht gerade Anwärter auf eine Ehrenmedaille".

Weiter sagte Trump:

Mein kann es nicht wirklich wissen, bis es zum Ernstfall kommt, aber ich glaube, ich wäre hineingegangen, selbst wenn ich keine Waffe gehabt hätte, und ich denke, die meisten Leute in diesem Raum hätten das ebenso getan.

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