Mit "MeToo" in den Bankrott: The Weinstein Company meldet Insolvenz an

Mit "MeToo" in den Bankrott: The Weinstein Company meldet Insolvenz an
Harvey Weinstein in New York, USA, 5. Dezember 2012.
Am Sonntag gab "The Weinstein Company" bekannt, Insolvenz anmelden zu müssen. Der Versuch, die Firma zu verkaufen, misslang. Mehr als 70 Frauen warfen Harvey Weinstein sexuelles Fehlverhalten und Vergewaltigung vor. Weinstein steht nun vor dem Ruin.

Die ersten Vorwürfe gegen Harvey Weinstein und sein Unternehmen wurden im vergangenen Herbst bekannt. Daraufhin entwickelte sich die #MeToo-Debatte. Anfang Oktober wurde Weinstein von seiner eigenen Firma gefeuert, um den Ruf der Firma nicht zu schädigen. Dieser Versuch aber schlug fehl. Die Sammelklagen richteten sich auch gegen die Firma, die Filme wie "Lion", "The King's Speech" und "Django Unchained" produzierte. Für Weinstein enden die Anschuldigungen nicht mit einem Happy End.

Die Leitung hatte versucht, die im Jahr 2005 gegründete Firma für mehr als 500 Millionen Dollar an eine Investorengruppe, geführt von der ehemaligen Offiziellen der Obama-Administration Maria Contreras-Sweet, zu verkaufen. Der New Yorker Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman verklagte die Firma, Harvey Weinstein und Robert Weinstein wegen "ungeheuerlicher Verletzungen" der Grundrechte, der Menschenrechte und auch des Arbeitsrechts. Jeder Firmenverkauf, so Schneiderman, müsse Opfer entschädigen und dürfe nicht in die Taschen derjenigen Firmenvertreter gelangen, die von den Sexualvergehen wussten, aber nichts dagegen taten. Der Firma wurde vorgeworfen, die sexuellen Vergehen Weinsteins vertuscht zu haben. Auch gegen den Plan, nach dem geplanten Verkauf David Glaser zum CEO zu machen, sprach sich Schneiderman aus. Dieser war in der Firma Weinsteins COO. Kurz vor dem Urteil sollte der Deal bekannt gegeben werden. Der Verkauf scheiterte an der Klage.  

Zeitraffer-Aufnahme: Muslimische Pilger umrunden die Kaaba während der Haddsch in Mekka, Saudi-Arabien, 23. Oktober 2012.

Von "The Weinstein Company" hieß es: 

The Weinstein Company war aktiv mit dem Verkaufsprozess in der Hoffnung beschäftigt, Vermögensgegenstände und Arbeitsplätze zu erhalten. Heute wurden die Gespräche ohne eine unterzeichnete Übereinkunft ab beendet. 

Dies habe der Firma keine andere Wahl gelassen, als den Insolvenzprozess einzuleiten. Der Verkaufsdeal hatte auch eine Zahlung von 40 Millionen Dollar als Hilfe für die Opfer vorgesehen. Zu den Frauen, die Weinstein Vorwürfe machen, gehören Salma Hayek, Ashley Judd, Gwyneth Paltrow, Angelina Jolie, Rose McGowan und Mira Sorvino. 

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