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Guantanamo zum Anfassen – Renovierungspläne des Hochsicherheitstrakts beinhalten Besucherzentrum

Guantanamo zum Anfassen – Renovierungspläne des Hochsicherheitstrakts beinhalten Besucherzentrum
Gefangene in Guantanamo beim Morgengebet im Camp Delta, 28. Oktober 2009.
Donald Trump hat am Montag ein historisches Budget für das US-Militär verkündet. Gelder sollen auch in einen erneuerten Hochsicherheitsrakt innerhalb Guantanamo fließen. Das derzeitige Camp 7 mit 15 Insassen ist veraltet. Kostenpunkt des Neubaus: 4,6 Millionen Dollar pro Häftling.

Während seines Wahlkampfs hatte Donald Trump angekündigt, dass er Guantanamo mit "schlechten Typen" füllen und die Instandhaltungskosten reduziert. Beides ist bisher nicht eingetroffen. Was Trump aber nun verkündete war ein neues Militärbudget von 686 Milliarden Dollar. Zur Finanzierung wird in den Bereichen Umwelt und Soziales gekürzt. Auch Guantanamo will von dem Geldsegen profitieren. Guantanamo gehört zu einem Marinestützpunkt der US-Marine, gelegenen in einer idyllischen Bucht Kubas. Betreiber der Gefangenenlager ist die Joint Task Force Guantanamo. Die Erweiterung des amerikanischen Stützpunkts um ein Haftlager wurde mit den Anschlägen des 11. Septembers in Angriff genommen. Mit der Erklärung Trumps, Guantanamo offen zu lassen, machte er die Entscheidung seines Vorgängers Barack Obama wieder rückgängig. 

Khalid Sheik Mohammed, soll Drahtzieher der Anschläge des 11. Septembers gewesen sein und ist einer der Insassen des Camp 7, des Hochsicherheitstrakts innerhalb Guantanamos. Insgesamt sitzen dort 15 Häftlinge ein. Sechs von ihnen werden Kriegsverbrechen vorgeworfen und fünf sollen in die Anschläge des 11. Septembers 2001 verwickelt gewesen sein. Die Haftinsassen befanden sich vor ihrer Ankunft in Camp 7 über drei bis vier Jahre an geheimen Haftorten der CIA im Ausland. Bewacht werden sie in Camp 7 von mindestens 28 Wächtern.  

Donald Trump mit Vertretern des US-Militärs im Capitol Hill, Washington, USA, 30. Januar 2018.

Camp 7 aber ist so marode, dass ein Risiko für die dort tätigen Haftangestellten besteht, heißt es. Daher wird ein Neubau gefordert, der 40 Jahre lang halten soll und auch ein "legales Besucherzentrum" beinhaltet. Der Umbau kostet pro Insasse 4,6 Millionen Dollar. In Camp 7 hat bisher noch kein Journalist Einsicht gewinnen können. Die Anlage gilt als hoch geheim. Anwälte, die dort Zutritt erhielten, dürfen den Hochsicherheitstrakt nur grob umschreiben. Walter Ruiz, amerikanischer Strafverteidiger, ist einer der wenigen, der Zutritt erlangte. Er beschrieb seinen Eindruck folgendermaßen: 

Wie ein heruntergekommenes, marodes Bezirksgefängnis-ähnliches Ding. In der Tat sind einige der Bezirksgefängnisse Floridas schöner. 

Wie viele Zellen sich künftig in dem erneuerten Hochsicherheitstrakt befinden werden, ist nicht bekannt. Ein Abschluss des Bauprojekts ist bis Mitte des Jahres 2022 geplant. Die Architekturpläne sollen bis Anfang 2019 abgenommen sein und der Auftrag bis Mai nächsten Jahres vergeben werden. 

RT-Reportage der Journalistin Abby Martin über Guantanamo: 

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