Warten auf den Frühling: Neues US-Kriegsschiff im kanadischen Eis gefangen

Warten auf den Frühling: Neues US-Kriegsschiff im kanadischen Eis gefangen
Kommt gerade nicht voran: Die USS Little Rock
Und sie bewegt sich nicht mehr: Die "USS Little Rock", ein topmodernes US-Küstenkampfschiff, steckt aufgrund vereister Wasserwege im kanadischen Montreal fest. Wahrscheinlich kann sie erst im Frühling wieder auslaufen. Ein weiterer Tiefschlag für die US-Navy.

Das kanadische Klima ist offenbar zu rau für die US-Kriegsmarine. Eines der modernsten Schiffe der Navy liegt aufgrund der vereisten Wasserwege praktisch in Montreal gefangen vor Anker. Möglicherweise muss es den ganzen Winter dort verbringen, bevor es wieder in See stechen kann.

Das Küstenkampfschiff der Freedom-Klasse ist fast von Anbeginn seines Dienstantritts an hinter seinem Zeitplan zurückgeblieben. Die erste Reise der "USS Little Rock" von Buffalo, New York, zu ihrem Heimathafen in der Mayport Naval Station in Florida, wo sie am 16. Dezember in Betrieb genommen wurde, verzögerte sich witterungsbedingt bereits um drei Tage.

Unfreiwilliger Aufenthalt mit offenem Ende

Auch auf dem Weg nach Montreal stand das 118 Meter lange Kriegsschiff vor "einigen Herausforderungen", kam aber am 27. Dezember sicher dort an. Planmäßig sollte es sich nur einen Tag in der kanadischen Stadt aufhalten. Doch das Wetter machte den ursprünglichen Fahrplan zunichte. Die USS Little Rock ist seither im Eis gefangen und muss wohl warten, bis die Frühjahrsschmelze einsetzt. Ein Sprecher der Marine sagte dazu:

Bedeutsame Witterungsbedingungen hinderten das Schiff daran, Montreal zu Beginn dieses Monats zu verlassen, und die eisigen Bedingungen verschärfen sich weiter.

Der Sprecher fügte hinzu, das Schiff werde dort bleiben, "bis sich die winterlichen Wetterbedingungen verbessern und es in der Lage ist, den St. Lawrence Seaway sicher zu passieren". Allerdings endet die Schifffahrtssaison dort in der Regel im Januar und beginnt erst wieder im März. Neben den Schiffen, die anscheinend zu instabil sind, um mit dem Eis fertig zu werden, hat die US Navy noch einige andere Probleme zu lösen.

Wiederholt waren US-Kriegsschiffe in Kollisionen verwickelt, von denen sich mindestens drei im vergangenen Jahr ereigneten. Die beiden letzten Zusammenstöße fanden im Sommer statt und betrafen die USS Fitzgerald und die USS John S. McCain, die jeweils mit einem Handelsschiff kollidierten. Infolge der Vorfälle starben insgesamt 17 Crewmitglieder. Beide Ereignisse hat ein Marine-Bericht vom November als "vermeidbar" eingestuft. Der Bericht empfiehlt mehr Schlaf und ein verbessertes Training für die Matrosen.

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