USA: Lebenserwartung sinkt durch Drogenkrise

USA: Lebenserwartung sinkt durch Drogenkrise
Tabletten, Ohio, USA, 21. Juni 2017.
Im zweiten Jahr in Folge sinkt die Lebenserwartung der Amerikaner im Zuge der Drogenkrise. Besonders Amerikaner im jungen und mittleren Alters sterben an den Drogen. Die Lebenserwartung liegt nun bei 78,6 Jahren. Ein ungewöhnlicher Trend in Industrieländern, schuld hat die Pharmaindustrie.

Nur Krebs und Herzkrankheiten töten mehr Amerikaner als die Drogen. Ein ungewöhnlicher Trend für ein entwickeltes Industrieland wie den USA. Das Ausmaß der Drogenkrise wurde nun in einem Bericht des nationalen Zentrums für Gesundheitsstatistik festgestellt. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass die Lebenserwartung der Amerikaner weiterhin sinkt. 

Laudan Aron, Bevölkerungswissenschaftlerin am Urbanen Institut und Mitverfasserin des Berichts: 

Wir haben uns über Jahrzehnte hinweg in eine andere Richtung im Vergleich zu anderen Industrienationen bewegt.  

Im Jahr 2016 starben 63.300 Amerikaner an einer Überdosis. In Deutschland waren es 1.333 Drogenopfer. Die meisten der Fälle ereigneten sich in West Virginia, New Hampshire, District of Columbia und Pennsylvania. Grund sind der Konsum synthetischer Opiate wie Fetanyl. Während 2013 nur einer von 100.000 Amerikanern durch Drogen starb, waren es im vergangenen Jahr 6,2 Amerikaner. 

US-Präsident Donald Trump zeigt im East-Room des Weißen Hauses in Washington  die Notstands-Erklärung zur Drogen-Krise der Nation

Ende Oktober verhängte Donald Trump zunächst für 90 Tage den Gesundheitsnotstand aufgrund der Drogenkrise seines Landes. Ein wichtiger Faktor, der die Drogenepidemie antreibt, ist die Pharmaindustrie. Ophiathaltige Arzneimittel wie Hydrocodon oder Oxycodon fördern durch legalen oder illegalen Verkauf die Sucht. 2016 wurden 11,2 Milliarden Dosiereinheiten verkauft. 

USA: Lebenserwartung sinkt durch Drogenkrise

Virales Video, Amerikanerin high beim Dienst: 

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