USA: Mehr Todesopfer durch Rasenmäher als durch Terror

USA: Mehr Todesopfer durch Rasenmäher als durch Terror
Frank Giaccio (11) mäht den Rasen am Weißen Haus, der US-Präsident sieht zu, USA, 15. September 2017.
Die britische "Royal Statistical Society" befasste sich mit den Opferzahlen durch Terror in den USA und kam zu dem Ergebnis, dass viel mehr Amerikaner durch Rasenmäher verletzt würden als durch den Terror. Im Schnitt sind es 69 Tote durch Rasenmäher pro Jahr und zwei durch islamistischen Terror.

Die Zahl 69 verbreitete sich im Januar in den sozialen Netzwerken, als Kim Kardashian diese auf Twitter verbreitete. Sie war eine Antwort auf Trumps Einreiseverbot für Bürger mehrerer muslimischer Länder, der auch als "Muslim Ban" bekannt wurde. Derzeit ist es Menschen aus Tschad, dem Iran, Jemen, Libyen, Somalia, Syrien und Nordkorea nur dann erlaubt, in die USA einzureisen, wenn eine "enge familiäre Bindung" in die USA nachgewiesen werden kann.

In Las Vegas tötete Stephen Paddock, US-Amerikaner, 58 Besucher eines Las-Vegas-Konzerts. Über sein Motiv ist nichts bekannt. Aber auch die jüngsten Massenmorde durch Waffengewalt konnten keine Kehrtwende der Waffengesetze herbeiführen. Im Gegenteil, es sollen die Waffengesetze gelockert werden, um sich gegen solche Angreifer zu rüsten. Der private Waffenbesitz führt zu Unfällen in Familien. So zeigt die Statistik auch auf, dass im Jahr 21 Menschen in den USA durch das Spielen von Kleinkindern mit Waffen ums Leben kommen. 

US-Präsident Donald Trump spricht mit den Medien auf dem South Lawn des Weißen Hauses in Washington, bevor er am 16. Dezember 2017 nach Camp David aufbricht.

Mehrere Bundesgerichte hatte den Vorstoß Donald Trumps zu einem Einreiseverbot blockiert. Das derzeitig gültige Einreiseverbot ist eine abgeschwächte Version des vom US-Präsidenten geforderten Verbots, um die USA sicherer vor dem Terrorismus zu machen.

Den Iran mit auf die Liste zu nehmen, entspricht auch den Wünschen der israelischen Regierung. Teheran wird von Donald Trump als ein Terrorfinanzierer angesehen und das Nuklearabkommen als einer der grössten Fehler. Zuletzt warf die US-Botschafterin der UNO, Nicki Haley, dem Iran vor, es habe die UN-Resolution verletzt. Die Beweise, die Haley vorlegte, erinnerten viele an die der Bush-Regierung, mit welchen sie versuchten, den Irak-Krieg zu rechtfertigen.