Ergebnis von US-Interventionen? New Yorks Bürgermeister: LKW-Angreifer verübte Terroranschlag

Ergebnis von US-Interventionen? New Yorks Bürgermeister: LKW-Angreifer verübte Terroranschlag
Der Bürgermeister von New York Bill de Blasio hat bestätigt, dass bei dem Pickup-Angriff, den er als Terroranschlag beschrieb, acht Menschen getötet wurden. Gouverneur Andrew Cuomo erklärte Reportern, es gebe keine Anzeichen für weitere geplante Angriffe.

Der New Yorker Polizeichef James O'Neill nannte den Vorfall "eine Tragödie von größtem Ausmaß". Bürgermeister de Blasio beschrieb den Angriff als einen "feigen Terrorakt" und sagte, die Stadt erlebt einen "schmerzlichen Tag".

Der Tatort in Manhattan wurde großräumig abgeriegelt.

"Wir wissen, dass diese Aktion unseren Geist brechen sollte, aber wir wissen auch, dass New Yorker stark sind", sagte de Blasio. "Unser Geist wird niemals von Gewalt und Terror erschüttert werden." Gouverneur Cuomo sagte, der Verdächtige war ein "einsamer Wolf" und es gibt "keine Beweise, die auf eine breitere Verschwörung oder ein breiteres Schema hindeuten". Der Verdächtige scheint aus Usbekistan zu stammen. Er kam laut Medienberichten 2010 in die USA.

Gouverneur verneint weitere Bedrohung

Er fügte hinzu, dass es "überall" in der Stadt vorerst mehr Polizeipräsenz geben wird. Der Gouverneur betonte, dass es "keine zusätzliche Bedrohung gibt". Die mittlerweile veranlassten Maßnahmen würden "im Sinne der Wachsamkeit und aus Vorsicht" beschlossen.

Indem die USA einen "Krieg gegen den Terror" entfesselten, der unter falschen Vorwänden die Invasion von Ländern mit sich brachte, beschritten die USA einen Weg, der sie in einen immerwährenden Krieg mit einem pulsierenden islamischen Extremismus führte, kritisierte Coleen Rowley, eine ehemalige FBI-Agent und Whistleblowerin, im Interview mit RT. Sie sagte weiter:

Die Polizei versucht jetzt verzweifelt, der Öffentlichkeit zu versichern, dass sie sie beschützen kann, aber die Wahrheit ist: Wenn sie nicht wirklich einige der Hauptursachen dafür untersuchen, die jetzt Jahrzehnte zurückgehen, wird es keine Veränderung geben. Wir werden nur einen Vorfall nach dem anderen sehen. Und die Polizeibehörden werden angesichts dessen ziemlich hilflos sein.

Rowley nannte die US-Entscheidung, 2003 einen Krieg im Irak zu starten, einen der Hauptfehler der US-amerikanischen Außenpolitik. Sie bemerkte, dass sie seinerzeit drei Wochen vor der Invasion ein Protokoll an den damaligen US-Präsidenten George W. Bush richtete und ihn davor warnte, dass die Operation das Niveau des Terrorismus deutlich erhöhen wird und nicht verringern.

Militäraktionen gegen Pufferstaaten stärken Terrorismus

Polizeikommissar O'Neill sagte, dass der 29-jährige Verdächtige aus dem Auto stieg und "zwei Handfeuerwaffen umherschwenkte". Am Tatort wurden eine Paintball-Pistole und eine Granulatwaffe gefunden.

In den meisten Fällen tragen die militärischen Aktivitäten der USA zur Ausbreitung des Terrorismus bei, kritisiert Rowley. Der US-Krieg richte sich unter anderem gegen Länder, die den Extremismus selbst ins Visier nahmen. Rowley sagte RT:

Einige dieser Länder, zum Beispiel der Irak und offenbar auch Syrien, Libyen hatten nichts mit Al-Kaida zu tun oder mit dem islamistischen Extremismus vom Typ ISIS. Einige dieser Länder, die die US herauspickten, waren tatsächlich die Länder, die einen Puffer gegen den Al-Kaida-Terrorismus darstellten.

Als O'Neill gefragt wurde, ob der Verdächtige "Allahu Akbar" schrie, als er aus dem Fahrzeug stieg, bestätigte O'Neill, dass er "einen Kommentar abgab". Der Polizeikommissar sagte, dass die jährliche Halloween-Parade in New York City dennoch wie geplant stattfinden wird.

Die US-Armee wird von der irakischen Bevölkerung nicht als Sicherheitsgarant gesehen.

Die Polizei informiert weiter, dass der Vorfall kurz nach 15 Uhr New Yorker Zeit begann, als der Verdächtige auf den Fahrradweg West Street/Houston Street übersetzte. Während er gen Süden fuhr, stieß der Pickup mit einem Schulbus nahe der Chambers Street zusammen. Der Mann verließ die Straße mit zwei Schusswaffen.

Trump würdigt Arbeit der Sicherheitskräfte

Ein Offizier, der dem Bereich zugewiesen wurde, schoss dem Verdächtigen in den Bauch. Die Polizei stellte später ein Paintball-Pistole und eine Granulat-Waffe am Tatort sicher.

US-Präsident Donald Trump schrieb später auf Twitter:

In NYC sieht es wieder aus wie nach einem weiteren Angriff durch eine sehr kranke und geisteskranke Person. Die Polizei verfolgt das aufmerksam. NICHT IN DEN USA!

Eine Stunde später schrieb Trump:

Wir dürfen nicht zulassen, dass ISIS zurückkehrt oder in unser Land eindringt, nachdem wir sie im Nahen Osten und anderswo besiegt haben. Genug!

In einer amtlichen Stellungnahme des Weißen Haus pries Trump die Gesetzeshüter und all jene, die schnell auf den Zwischenfall reagierten. Er sagte:

Diese tapferen Männer und Frauen verkörpern den amerikanischen Geist der Widerstandsfähigkeit und des Mutes. Ich werde die Entwicklung weiterhin aufmerksam verfolgen.