Journalistische Ethik: NYT-Redakteur schwindelt über Verbindung zu Comey und will Trump stürzen

Journalistische Ethik: NYT-Redakteur schwindelt über Verbindung zu Comey und will Trump stürzen
Ein neues Undercover-Video des Projekts Veritas enthüllt, wie ein Videoredakteur der NYT über seine Beziehung zum Ex-FBI-Direktor James Comey log und über einen Sturz von Präsident Trump sinnierte. Über Berufsethik und Objektivität spottet der Journalist.

Der Gründer des Projekts Veritas, James O'Keefe, veröffentlichte versteckt aufgenommenes Videomaterial von mehreren Konversationen, die er mit Nick Dudich geführt hatte, dem Zuschauerstrategie-Redakteur der New York Times für die Abteilung Video. Die Enthüllung ist Teil seiner Serie "American Pravda".

Bereits zuvor hatte O'Keefe im Rahmen dieser Serie damit begonnen, mit versteckter Kamera angefertigte, kompromittierende Aufnahmen von CNN-Angestellten zu veröffentlichen. In diesen outeten sich die Journalisten immer wieder selbst als agendagesteuerte Meinungs-Agitatoren, die bei ihrer Arbeit auf Seriosität und Ausgewogenheit keinen großen Wert legten. Im Video bezeichnet sich Dudich als der "Torwächter" aller Videos für die New York Times, die online veröffentlicht werden. Er prahlte zudem damit, dass sein "Fingerabdruck auf allen Videos der NYT zu finden" sei: 

Jedes Video, das auf Facebook, YouTube, Instagram geht, ich habe da meine Hände drin. 

Als er über das Thema der journalistischen Ethik spricht, wird Dudich dabei gefilmt, wie er dazu sarkastisch Anführungszeichen in der Luft macht, während er sagt, dass er "objektiv" arbeite. Dann aber gibt er zu: 

Nein, das mache ich nicht, deswegen bin ich hier. 

Nach dem ethischen Handbuch der New York Times dürfen Angestellte nichts tun, was "die Frage nach [deren] professioneller Neutralität oder jener der Times aufwirft".

Symbolbild

Als Journalist bin ich nicht befugt, Geld an irgendwelche politischen Organisationen zu geben. Ich darf auch nicht für politische Organisationen Freiwilligenarbeit leisten. Ich kann nicht für NGOs oder Wohltätigkeitsverbände arbeiten. Es gibt viele Richtlinien und Sitten. 

"Geschäfte Trumps hacken"

Bevor Dudich Teil des Teams der NY Times wurde, hatte er in den sozialen Medien an der Präsidentschaftskampagne von Barack Obama im Jahr 2012 mitgearbeitet. Im Jahr 2016 folgte die Kampagne für Hillary Clinton. Auf die Frage, wie er politisch aktiv sein und dennoch als Journalist arbeiten konnte, sagte Dudich, dass er seinen Job bei ABC aufgeben musste, um nicht mehr als Journalist angesehen zu werden und die Clinton-Kampagne betreuen zu können. Er tat diesen für ihn schweren Schritt, um gegen den später zum Präsidenten gewählten republikanischen Kandidaten Donald Trump anzugehen, den er als "Gefahr" bezeichnete: 

Ich sah die Gefahr und sagte mir: Ich will etwas tun. Trump war eine Gefahr und ist noch immer eine Gefahr, richtig?

An einer Stelle trägt Dudich seine Idee vor, Trump dadurch zum Rücktritt zu bewegen, dass man seine Unternehmen verfolge und seinen

dummen [...] Sohn Donald Junior und Eric. Leute dazu bewegen, seine Hotels zu boykottieren. Wenn man die Trump-Marke ruinieren kann und Druck auf sein Geschäft ausübt und Nachforschungen zu den Geschäften anstellt und man es dann zur Schließung bewegt, oder es hackt, oder was Anderes unternimmt. [...] Er sorgt sich um sein Geschäft mehr als um seine Präsidentschaft. 

Interview mit dem Patenonkel

Im zweiten Teil des Videos spricht Dudich über seine persönliche Beziehung zum ehemaligen FBI-Direktor James Comey, von dem er vorgab, dieser sei sein Patenonkel. Dudich sagte, dass er sich um den Interessenkonflikt sorge und deshalb niemandem bei der Times etwas über seine persönliche Beziehung zu Comey mitteile.

Im Handbuch der NYT heißt es:

Angestellte schreiben nicht über Leute, mit denen sie blutsverwandt sind oder verheiratet, oder zu denen sie eine enge Beziehung haben. 

Dudich gab an, dass er sich der Regeln bewusst war, wonach er nicht mit Comey sprechen könnte, weil er seinen Job auf diese Weise riskierte.

Der konservative Aktivist O'Keefe startete das Projekt Veritas im Jahr 2010 als einen Versuch zur Nachforschung zu "Korruption, Unehrlichkeit, Selbstkontrahierung, Müll, Betrug und anderem Fehlverhalten" im Bereich der Mainstreammedien. In diesem Zusammenhang hat er bereits eine Vielzahl von Videos veröffentlicht.