Leiter von US-Untersuchungsausschuss: Medien berichteten faktenfrei über "russische Einmischung"

Leiter von US-Untersuchungsausschuss: Medien berichteten faktenfrei über "russische Einmischung"
Senator Richard Burr (R-NC)
Der Vorsitzende des US-Geheimdienst-Ausschusses Richard Burr sagte gegenüber Politico, dass die Nachforschungen zur angeblichen versuchten russischen Einflussnahme auf die US-Wahlen 2016 zeigen, dass "zahlreiche Medien und Nachrichtenagenturen" abseits der Fakten berichtet haben.

Recht günstig waren die Werbekampagnen auf Facebook, die, angeblich aus russischer Hand, die Gedanken der Amerikaner während des Wahlkampfes lenkten und Zwist in der amerikanischen Gesellschaft säten. Ein Leiter des Ausschusses sieht keinen Grund, Russland der Wahleinmischung zu bezichtigen, und sieht den Fehler bei den Medien. 

Senator Richard Burr gegenüber Politico am Donnerstag: 

Wir werden keine Nachrichtenorganisationen überprüfen, aber wir werden die Erkenntnisse unseres Berichts nutzen, damit die Amerikaner jede Nachrichtenorganisation zur Rechenschaft ziehen können für das, was sie als Fakten verkauften, in vielen Fällen ohne Quellen - zumindest keine Quellen, die dies belegten. Und ich denke, wenn wir unseren Bericht abschließen, werden wir herausfinden, dass einige der Nachrichtenagenturen Geschichten veröffentlichten, die nicht faktisch waren. 

Er fügte hinzu, dass einige inkorrekte Nachrichten seit der Nachrichtenkonferenz am Mittwoch auftauchten, die er und Senator Mark Warner gaben. Diese zielte darauf ab, ein Update der Nachforschungen zu der angeblichen russischen Einflussnahme zu geben. 

Burr äußerte sich, nachdem US-Präsident Donald Trump fragte, warum der Nachrichtenausschuss die sogenannten "Falschnachrichten" nicht untersuche. Trump hatte immer wieder die Mainstream-Medien für ihre Berichterstattung zur angeblichen Wahlbeeinflussung durch die Russen kritisiert. Die investigative Arbeit des Nachrichtenausschusses des Senats bezeichnete er als "Falschmeldung" und "Hexenjagd". Russland hat die Einmischung immer wieder bestritten.