Trumps Schwiegersohn jahrelang als Frau bei Wahlen registriert

Trumps Schwiegersohn jahrelang als Frau bei Wahlen registriert
Jared Kushner, Ehemann von Donald Trumps Tochter Ivanka, Washington, USA, 31. Juli 2017.
Der Berater und Schwiegersohn Donald Trumps, Jared Kushner, war acht Jahre lang als Frau für Wahlen registriert, berichten US-Medien. Er soll auch wiederholt Formulare im Weißen Haus falsch ausgefüllt haben. Kushners Assistent soll der Lapsus unterlaufen sein.

Jared Kushner gehört zum inneren Kreis des US-Präsidenten. Bevor er als Frau im Bundesstaat New York seine Wahlstimmen abgegeben habe, kreuzte er an: "Geschlecht unbekannt". Dies berichtetet die Nachrichtenseite The Hill. Gegen Kushner wurden zuletzt auch vor kurzem Beschuldigungen laut, seine private E-Mail-Adresse im Zusammenhang mit Regierungsgeschäfte genutzt zu haben. Mit Blick auf die Präsidentschaftswahlen 2016 klagte US-Präsident Donald Trump, Millionen hätten ihre Stimme illegal an Hillary Clinton abgegeben. 

Nun steht auch der Präsidenten-Berater Jared Kushner im Fokus des FBI. Würde er seinen Kaffee in Riad, kurz vor einem großen Rüstungsgeschäft, ebenso genießen, wenn er oder die Trump-Administration eine zu enge Partnerschaft mit Russland pflegen?

Die demokratische Forschungsgruppe "American Bridge" fand zuerst heraus, dass Kushner offenbar als "Wählerin" registriert war. Deren Sprecher Brad Bainum erklärte: 

Kushner versagt schon dabei, Formulare richtig auszufüllen. Es ist ein Mysterium, wie manche glauben können, dass er im Nahen Osten Frieden stiften könnte. Würde irgendjemand, ausgenommen vom Präsidenten-Schwiegersohn, noch einen Job im Weißen Haus haben, nachdem ihm wiederholt solche Fehler und einschließlich vermasselter Sicherheitsformulare unterlaufen wären? 

Im Wahlkampf war die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton dafür unter Beschuss geraten, dass sie während ihrer gesamten Zeit als Außenministerin ihren privaten E-Mail-Server dienstlich genutzt haben soll. Außerdem sollen 30.000 E-Mails aus ihrer Zeit im Amt nachträglich und entgegen den üblichen Gepflogenheiten gelöscht worden sein.

Kushner gab an, dass die Fehler beim Ausfüllen der Formulare durch Missverständnisse mit seinem Assistenten entstanden seien.