USA verhängen Sanktionen gegen nordkoreanische Banken und Trump droht mit "Verwüstung" Nordkoreas

USA verhängen Sanktionen gegen nordkoreanische Banken und Trump droht mit "Verwüstung" Nordkoreas
Die nordkoreanische Haupstadt Pjöngjang aus der Luftperspektive, 16. August 2005.
Am Dienstag verhängte die US-Regierung weitere Sanktionen. Diese trafen acht nordkoreanische Banken und 26 Einzelpersonen, die für die Banken in zahlreichen Ländern tätig sein sollen. Trump drohte mit der Bereitschaft seines Militärs und der "Verwüstung" Nordkoreas.

Der amerikanische Finanzminister Steven T.Mnuchin erklärte am Dienstag zu den neuen Sanktionen: 

Dies treibt unsere Strategie weiter voran Nordkorea komplett zu isolieren, um das Ziel einer friedlichen und denuklarisierten koreanischen Halbinsel zu erreichen. 

Von den Einzelpersonen, die von den Sanktionen betroffen, sind arbeiten 19 in China, während drei unterschiedliche nordkoreanische Banken in Russland repräsentieren. 

Erklärung aus Washington zu den neuen Sanktionen: 

Die Sanktionen folgen dem in der letzten Woche unterschriebenen Entscheid des amerikanischen Präsidenten auf den Zugang Nordkoreas zum internationalen Bankensystemen abzuzielen. Der UN-Sicherheitsrat hatte bereits eine Serie von Sanktionen beschlossen, die eine Antwort auf nordkoreanische Raketentests und eine Hydrogen-Bombe sein sollten. Diese trafen Textilexporte des Landes und Öllieferungen.

Der nordkoreanische Außenminister Ri Yong-ho vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York, USA, 23. September 2017.

Anderen Ländern ist es nun untersagt nordkoreanische Arbeiter zu beschäftigen. China und Russland machten bei der letzten Abstimmung von ihrem Vetorecht gebrauch, um eine humanitäre Katastrophe in Nordkorea zu verhindern. Südkorea verkündete im Anschluß, die Hilfsmaßnahmen für Nordkoreaner, insbesondere für Schwangere und Kinder, aufzustocken. In der vergangenen Woche verurteilte der russische Außenminister Sergej Lawrow die Raketentests Pjöngjangs erneut und die aggressive Rhetorik der USA, er ermahnte alle Beteiligten sich an den diplomatischen Weg zur Krisenbewältigung zu halten.

Gestern hatte der nordkoreanische Außenminister gegenüber Washington verkündet, dass Trump seinem Land den Krieg erklärt habe. Washington dementierte die Kriegserklärung an Pjöngjang. Die Drohungen gingen am Mittwoch weiter. Trump nutzte die Nachrichtenkonferenz mit dem spanischen Premierminister Rajoy und gab bekannt, dass die USA vorbereitet seien um eine massive "Verwüstung" in Nordkorea herbeizuführen. Die Streitkräfte stünden bereit für eine militärische Option. Das Pentagon geht davon aus, dass im Kriegsfall täglich 20.000 Südkoreaner ums Leben kommen würden. Ein US-Angriff auf nordkoreanische Nuklearanlagen würde die Region über Generationen hinweg unbewohnbar machen.