Afghanistan: USA entsenden 3.000 neue Soldaten im bisher vergeblichen Kampf gegen Taliban

Afghanistan: USA entsenden 3.000 neue Soldaten im bisher vergeblichen Kampf gegen Taliban
US-Verteidigungsminister James Mattis hat bestätigt, über 3.000 neue US-Soldaten als Teil der neuen Strategie des Präsidenten Donald Trump nach Afghanistan zu entsenden. Sie sollen den Krieg gegen die Taliban gewinnen, der bereits fast 16 Jahre andauert.

"Es sind genau genommen etwas über 3.000 und ehrlich gesagt habe ich den endgültigen Marschbefehl im Augenblick noch nicht unterzeichnet, da wir noch nach kleinen Elementen Ausschau halten, die Änderungen erfahren könnten", erklärte Mattis Reportern am Montagnachmittag.

Zuvor hatte Senator David Perdue in einem Artikel von "mehr als 3.500 Truppenteilen" geschrieben, die entsendet würden. Das Nachrichtenportal Defense One berichtete.

Durch Taliban zerstörte Humvees der afghanischen Armee in der Provinz Helmand

Zu lange musste sich die US-Strategie in Afghanistan der Politik unterordnen, was zu willkürlichen Truppenabzügen und unangemessenen Zeitplänen für den Truppenabzug führte", schrieb Perdue und bemerkte, dass die Feinde dies als einen Mangel an Entschlossenheit interpretierten. "Endlich sind die Samthandschuhe ausgezogen."

Perdue, der im Juli Afghanistan besuchte, lobte Trump als "Oberbefehlshaber, der seinen Militärführern zuhört und versteht, dass die USA in Afghanistan einen besseren und weiseren Ansatz brauchen".

Trump: Nein zum Diktat der Zeitpläne

Trump kündigte Ende August eine neue Strategie gegen die Taliban an und schwor "schnelle wie machtvolle" Vergeltungsmaßnahmen gegen terroristische Organisationen, die einen sicheren Hafen in Afghanistan suchen. Statt auf Zeitpläne zu setzen, sagte er, der Sieg würde auf "Bedingungen am Boden" basieren.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow bezeichnete die neue Strategie als eine "Sackgasse", während Pakistan und China den Ansatz Washingtons kritisch beurteilten und feststellten, dass es "keine militärische Lösung" für die Lage in Afghanistan gibt.