Mutter von Hillary Clintons Beraterin zensierte deren Rede in Saudi-Arabien

Mutter von Hillary Clintons Beraterin zensierte deren Rede in Saudi-Arabien
Huma Abedin und Hillary Clinton bei der Präsidentschaftsdebatte in Iowa, USA, 14. November 2015.
Als Hillary Clinton vor einem saudischen Frauen-College sprach, wurde ihre Rede durch die Mutter ihrer saudisch-stämmigen Beraterin abgeändert. Die Wörter "Freiheit" sowie "Fahrrecht für Frauen" durften nicht vorkommen. Dies wurde aus öffentlich gewordenen E-Mails bekannt.

Die Mutter Abedins, Saleha Abedin, lehrt an dem Frauen-College Dar Al Hekma in Saudi-Arabien, wo Clinton am 16. Februar 2010 vorsprach. Die Bildungseinrichtung richtet ihren Unterricht nach dem Motto aus: hohe Standards für das Lernen im Rahmen der islamischen Theologie. 

Ein Verfasser der Rede Clintons lies sich von Saleha Abedin anweisen, welche Inhalte die Rede haben durfte und welche nicht. Die E-Mails mit dem Zensur-Inhalt wurden durch die Gruppe "Judicial Watch" öffentlich gemacht. Am 12. Februar 2010 schrieb Abedin an den Redenschreiber:

Sprich auf jeden Fall mit meiner Mutter. Sie wird Dich gut beraten."

Die Antwort von Saleha Abedin

Verwende keinen politischen Begriffe wie Demokratie, Wahlen, Freiheit. Benutze nicht den Ausdruck Gleichbehandlung von Frauen, sag stattdessen ,die Ermöglichung für Frauen' und andere Ausdrücke wie Partnerschaft oder Teilnahme. Erwähne keinesfalls Fahrrechte für Frauen. Sympathisiere nicht mit der Not der Frauen oder sei herablassend." 

Ausländische Regierungen unterwandern US-amerikanische Think Tanks

Die Studenten bewerteten diese Angelegenheiten als Dinge, die nur sie selbst etwas angehen und nicht Außenstehende, egal wie gut man es meine, so die Anweisung von Abedins Mutter. In Saudi-Arabien gründete Huma Abedins Vater mit Hilfe eines Mannes namens Abdullah Omar Nasseef einen muslimischen Think Tank, der sich mit muslimischen Minderheiten im Ausland beschäftigt. Nasseef ist Teil des inneren politischen Kreises Saudi-Arabiens. Ihm werden Verbindungen zu Osama bin Laden, der al-Kaida und der muslimischen Bruderschaft nachgesagt. Zu den Zeiten als Humas Vater den Think Tank leitete, war Nasseef der Generalsekretär der „Muslim World League“, welche auch als Zugpferd der Verbreitung einer islamistischen Ideologie angesehen wird. 

Nach dem Tod von Humas Vater übernahm ihre Mutter die Führung des Instituts und damit auch die Veröffentlichung des Magazins des Think Tanks, welches in Israel durch die Nähe zur Hamas verboten worden ist. Zwischen 1996 und 2008 assistierte  Huma bei der Veröffentlichung des Journals. Auch ihr Bruder und ihre jüngere Schwester arbeiten heute an der Veröffentlichung mit. 

Immer an Hillary Clintons Seite: Huma Abedin, Assistentin mit zweifelhaften Verbindunge.

Das Magazin steht für einen konservativen und radikalen Islam, jenseits der von Hillary Clinton gepredigten Gleichberechtigung. Das Magazin hat sich öffentlich gegen die Kampagne Clintons geäußert. Alleinstehende Frauen mit Kindern, homosexuelle Paare - all dies ist dem im Magazin vorgelebten Islam ein Dorn im Auge. Nach den Anschlägen auf das World Trade Center gab dieses sogar den USA die Mitschuld an den Geschehnissen und bezeichnete Amerika als „verdammt“. 

Hier ein Auszug aus der endgültigen Rede Clintons, nachdem diese Regelkonform angepasst wurde: 

Wir brauchen mehr Partnerschaften wie solche, die sich mit Saudi-Arabien entwickeln, die die Zivilgesellschaft stärken und genauso lokale, heimische Maßnahmen, um unsere Möglichkeiten auszuweiten, damit mehr Mädchen und Frauen überall in den Bereichen der Gemeinschaft teilhaben können."  

2011 sprach Clinton gegenüber Journalisten während einer Pressekonferenz über die mutigen Frauen, die im islamischen Königreich gegen das Fahrverbot für Frauen protestieren.