Schwarzer Rauch über russischem Konsulat in San Francisco nun Sache der US-Umweltbehörde

Schwarzer Rauch über russischem Konsulat in San Francisco nun Sache der US-Umweltbehörde
Ein neuer Papst wurde dort definitiv nicht gekürt: Rätselraten um Rauch über dem russischen Konsulat in San Francisco, USA, 1. September 2017.
Der "russische Agressor" avanciert nun auch zum Umweltsünder. Am 31. August ordneten die USA die Schließung des russischen Konsulats in San Francisco an. Schwarzer Rauch stieg aus dem Gebäude auf, Ursache unbekannt. Nun wird dieser zum Fall der Umweltbehörde.

Der Überwachungsstelle San Franciscos für Luftqualität zufolge hat das russische Konsulat in San Francisco Umweltauflagen verletzt. So habe man vermeintlichen "Müll" ohne Genehmigung verbrannt. Dies berichtet die Moscow Times unter Berufung auf Berichte des Fernsehsenders CBS. 

Der Sprecher der Aufsichtsbehörde für Luftqualität (Bay Area Air Quality Management District), Ralph Borrmann, erklärt: 

Wir gehen von einer Verletzung von Bestimmungen über die Müllverbrennung aus. Es ist klar, dass eine Art von Müll verbrannt wurde, die nicht verbrannt werden darf. Es ist sicher, dass sie kein trockenes Holz verbrannten. 

Die Rechtsabteilung der Behörde werde in Kontakt mit den russischen Diplomaten treten, um den möglichen Verstoß zu klären. Dieser Prozess könnte nach Angaben Borrmanns Wochen oder gar Monate dauern.

Empfänger unbekannt verzogen: Umweltbehörde schreibt an geschlossenes Konsulat

Der schwarze Rauch war am 1. September zu sehen, einen Tag nach der Anordnung der Schließung. Auch zwei diplomatische Annexe in Washington, D.C. und New York City waren von der Anti-Russland-Politik Washingtons betroffen. Der Russischen Föderation wurde eine Frist von zwei Tagen eingeräumt, um die Schließung umzusetzen.

Die Schließungsanordnung war eine Antwort auf die Reduktion der Anzahl diplomatischer US-Vertreter in der Russischen Föderation, die Moskau nach der Verhängung neuen Sanktionen gegen Russland verfügt hatte. Dies war die erste Gegenmaßnahme der russischen Regierung, nachdem deutlich geworden war, dass Hoffnungen und Versuche auf ein verbessertes politisches Verhältnis zu Washington wenig Aussicht auf Erfolg haben. 

Medien spekulierten über den schwarzen Rauch über dem Gebäude. Die Rede war von geheimen Dokumenten, die dort verbrannt worden sein sollen. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, sagte über den Rauch, dass dieser das Resultat von Maßnahmen war, um das Gebäude zu räumen. 

Das Schreiben hinsichtlich des Verdachts auf Verstoß gegen Umweltauflagen schickte die Umweltbehörde an das geschlossene russische Konsulat - offenbar in der Hoffnung, dass dieses den richtigen Empfänger erreicht.