Iran verjagt US-Spionageflugzeuge und Aufklärungsdrohne aus seinem Luftraum

Iran verjagt US-Spionageflugzeuge und Aufklärungsdrohne aus seinem Luftraum
Lockheed U-2
Innerhalb der vergangenen sechs Monate nahmen ein amerikanisches U-2 Spionageflugzeug und eine RQ-4 Aufklärungsdrohne ohne Erlaubnis Kurs auf den iranischen Luftraum. Zwischen den USA und dem Iran kommt es zu Wasser und in der Luft immer wieder zu brenzlichen Situationen.

Der Zwischenfall mit der Drohne ereignete sich am 26. August, so Kommandant Brigadegeneral Farad Esmaili in einem TV-Interview, dass am Samstagabend ausgestrahlt wurde. Der Zwischenfall mit der U2 ereignete sich am 21. März. Der Pilot der amerikanischen Maschine wich nach Warnungen der Iraner von seinem Kurs ab. Esmaili

Der Pilot des Flugzeugs (...) musste reagieren, denn die Raketenabwehrsysteme der Luftwaffenbasis und die Kampfpiloten sowie die Drohnen der IRGC waren bereit, um ihn zu konfrontieren."

Der General warnte, dass der Iran nicht davor zurückschrecke, ein ausländisches Spionageflugzeug abzuschießen, wenn es den Luftraum verletzt. Esmalili wies auch auf die Fortschritte der Iraner in der Entwicklung eigener Technologien zur Verteidigung des Luftraums hin. Die Bavar-373, Irans Gegenstück des russischen S-300 Systems, wird im kommenden März 2018 Einsatzbereit sein. 

Die RQ-4 ist das bislang größte unbemannte Flugzeug weltweit. Sie wird im kalifornischen San Diego hergestellt und ist eine Weiterentwicklung der Lokheed U-2. 

Das geistliche Oberhaupt des Irans, Ayatollah Seyed Ali Khamenei, lobte die Rolle der Luftverteidigung und des Militärs am Sonntag. Er sagte, dass die Truppen auf der Khatam-al-Anbiya-Basis einen "sehr guten Job" machen und den Iran schützen.

Zwischen dem Iran und den USA kommt es immer wieder zu Zwischenfällen im Persischen Golf. Aus Washington wird immer von einer Provokation durch die Iraner gesprochen und einem Verhalten, welches den Iran als "unprofessionell" und "unsicher" darstellt.