Nach Faschismus-Vorwürfen gegen jüdische Wissenschaftler: Keine Redefreiheit an Torontos Universität

Nach Faschismus-Vorwürfen gegen jüdische Wissenschaftler: Keine Redefreiheit an Torontos Universität
Studenten diskutieren auf dem Campus der Ryerson Universität in Toronto. Eine von der Uni ausgerichtete Debatte zur Redefreiheit wurde jüngst nach Protesten im Vorfeld abgesagt.
Die Ryerson Universität im kanadischen Toronto hat eine Podiumsdiskussion über die Redefreiheit absagen müssen. Die Absage wurde mit Sicherheitsbedenken begründet. Aktivisten hatten behauptet, bei der Debatte werde Faschisten eine Plattform geboten. Sie hatten deshalb Proteste angekündigt.

Der zur Debatte geladene Professor Jordan Peterson gelangte unlängst zu Berühmtheit, weil er es ablehnt, geschlechtsneutrale Pronomen zu verwenden. Der ebenfalls geladene Psychologe Dr. Oren Amitay steht als konservativer Journalist ohnehin im Fadenkreuz der Gegner der Podiumsdiskussion.

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Zu dieser wurde auch der Verhaltensforscher Gad Saad erwartet. Er findet es befremdlich, ausgerechnet einem Menschen wie ihm Nähe zur Nazi-Ideologie und Antisemitismus vorzuwerfen. Die Diskussion über die Unterdrückung der Redefreiheit wurde so erfolgreich unterbunden.