Pinguine bringen Bergbaufirma in Chile um 2,5 Milliarden US-Dollar

Pinguine bringen Bergbaufirma in Chile um 2,5 Milliarden US-Dollar
Pinguine bringen Bergbaufirma in Chile um 2,5 Milliarden US-Dollar
Die chilenische Regierung hat am Montag, dem 21. August, ein aussichtsreiches Bergbauprojekt gesperrt, weil die Betreiberfirma das Risiko für ein benachbartes Naturschutzgebiet nicht vollständig ausräumen konnte. Die künftige Eisen- und Kupfermine sollte jährlich bis zu 12 Millionen Tonnen Eisenkonzentrat und bis zu 150.000 Kupferkonzentrat liefern. Die Investitionen in das Projekt waren auf 2,5 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Chiles Umweltschutzminister Marcelo Mena sagte nach der Tagung eines extra gebildeten Regierungsausschusses: "Ich glaube fest an den Fortschritt. Aber er darf nicht auf Kosten des Naturerbes gehen. Auch darf er nicht die menschliche Gesundheit gefährden. Besonders wenn es um weltweit einmalige ökologische Gebiete geht."

In der Region Coquimbo, wo die Firma Andes Iron ihre Mine namens Dominga aufbauen wollte, leben rund 80 Prozent der weltweiten Population der Humboldt-Pinguine. Diese Vogelart gilt als vom Aussterben gefährdet. (Interfax)

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