US-Secret Service beklagt sich: Trumps exzessive Reisen treiben uns in den Ruin

US-Secret Service beklagt sich: Trumps exzessive Reisen treiben uns in den Ruin
Donald Trump umgeben von Mitarbeitern des Secret Service in Taormina, Sizilien, Italien, 26. Mai 2017
Wochenendtrips, Geschäfts- und Urlaubsreisen nagen am Budget des Secret Service. Insgesamt 42 Menschen aus Trumps Umfeld müssen geschützt werden. Der Geheimdienst leidet unter Kündigungen, den Mitarbeitern sind die Überstunden ohne Ausgleich zu viel geworden.

Zu Zeiten Barack Obamas musste der Secret Service den Schutz von nur 31 Personen gewährleisten. Bei Trump sind es 42 Personen, darunter zehn Familienmitglieder. 

Behördenchef Randolph "Tex" Alles erklärt gegenüber USA Today: 

Der Präsident hat eine große Familie, und unsere Pflichten sind gesetzlich geregelt. Ich kann es nicht ändern. Ich kann da nichts machen.

Impeachment anderer Art: US-Abgeordnete will Überprüfung von Trumps Geisteszustand.

Bereits jetzt hat der Secret Service die Budgetobergrenze und die Arbeitszeiten ausgeschöpft, die für das gesamte Jahr kalkuliert waren. Fast jedes Wochenende reist Trump nach Florida, New Jersey und Virginia. Hinzu kommen die Reisen seiner Kinder, die ebenfalls unter den Schutz des Secret Service fallen. 

Wenn in diesem Jahr 150 ausländische Regierungsführer nach New York zur Generalversammlung der Vereinten Nationen anreisen, obliegt der Schutz der Teilnehmer ebenfalls dem Secret Service. Der Behördenchef sorgt sich nun um die Möglichkeiten der Abstellung von Agenten für die Veranstaltungssicherung. Ein Drittel der Agenten hätte schon jetzt das Ausmaß an Überstunden und Salären erreicht, die für das gesamte Jahr angesetzt waren. 

Man hatte gehofft, dass sich nach Trumps Amtseinführung die Reisen des Präsidenten am Wochenende reduzieren würden. Besonders kostenintensiv sind seine Reisen in das "Winter White House" und "Summer White House", da hier jeweils eine Sicherheitsinfrastruktur aufrechterhalten werden muss. Seine Reisen in das Golfresort Mar-a-Lago kosten je drei Millionen US-Dollar. In diesem Jahr fielen zudem 60.000 US-Dollar für die Golfwagenmiete an. Die Geschäftsreise Eric Trumps nach Uruguay kostete allein 100.000 US-Dollar an Übernachtungen. Es ist nun geplant, die Entourage für den US-Präsidenten von 6.800 auf 9.500 bis 2025 aufzustocken.