USA: Petition fordert Ende der US-Militärpräsenz in Syrien und warnt vor Eskalation mit Russland

USA: Petition fordert Ende der US-Militärpräsenz in Syrien und warnt vor Eskalation mit Russland
F-15E-Kampfflugzeuge der Amerikaner fliegen über dem Irak, nachdem sie Angriffe in Syrien beendet haben; 23. September 2014.
Fast 70.000 Unterzeichner haben sich bereits einer Petition an das Pentagon gegen US-Kampfflugzeuge in Syrien angeschlossen. Aktivisten warnten auf einer Veranstaltung in Washington, D.C. vor einer Eskalation zwischen den USA und Russland.

In der Petition, gerichtet an US-Verteidigungsminister James Mattis und das Pentagon, heißt es: "Wir fordern Sie auf, sofort alle amerikanischen Militärflugzeuge vom syrischen Himmel zu entfernen und diese vom syrischem Luftraum fernzuhalten." Die Sammlung der Unterschriften begann vor einem Monat. Bis dato haben bereits 68.643 Fürsprecher die Petition unterzeichnet.

Matthew Hoh, ein ehemaliger Marine-Kapitän, sprach am Dienstag im Nationalen Presseklub in Washington, D.C. zur Gefahr einer Eskalation des Konflikts mit Russlands durch amerikanische Militärpräsenz in Syrien und warnte: 

Wir stehen am Rande eines Krieges mit Russland. 

Er machte deutlich, dass Syriens Präsident Baschar al-Assad Russland gebeten hatte, der Armee des Landes im Kampf gegen den Islamischen Staat zu helfen. Die USA aber hatten keine Einladung erhalten. In Syrien begegneten einander russische und amerikanische Kampfflugzeuge, die beide gegen "Terroristen" kämpfen, aber die Definition sei eine völlig andere. 

Nachdem Hoh seinen Einsatz in Afghanistan beendet hatte, legte er sein Amt nieder, da er mit der Politik des damaligen Präsidenten Barack Obama nicht einverstanden war. Er warf Obama vor, in Afghanistan den Krieg zu fördern.

"Unsichtbarer Krieg mit verheerenden Folgen"

Norma Solomon, die geschäftsführende Direktorin des Instituts für Public Accuracy, ergänzt: 

Was auf dem Spiel steht, ist die sehr reale Möglichkeit, dass Konflikte in der Luft zu einem militärischen Konflikt zwischen Russland und den USA eskalieren, der sich am Ende in einen nuklearen Krieg entwickeln könnte.

Der Aktivist und Autor David Swenson erinnerte wiederum an die von den USA geführten Kriege und Interventionen: 

Seit dem Zweiten Weltkrieg haben die USA in mindestens 82 ausländische Wahlen eingegriffen [...] und über 30 Länder bombardiert. 

Das Verhalten der USA bezeichnete er als Verletzung des Völkerrechts. In einem Gespräch mit RT sagte Norma Solomon, dass es völlig irrelevant sei, ob man Putin oder Trump mag. Der Krieg der USA in Syrien sei für die Amerikaner ein unsichtbarer Krieg mit verheerenden Folgen. 

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