US-Folterprogramm: Kommen verantwortliche Militärpsychologen vor Gericht?

US-Folterprogramm: Kommen verantwortliche Militärpsychologen vor Gericht?
Das Gefangenenlager in Guantanamo wurde zum Inbegriff des US-Folterprogramms.
Die Militärpsychologen Bruce Jessen und James Mitchell sind die geistigen Väter des CIA-Folterprogramms. Sie haben sich die brutalen Verhörmethoden ausgedacht und ein Unternehmen gegründet, das von der Folter im Staatsauftrag profitiert hat.

Da die CIA selbst keine Erfahrung in Sachen „robuster“ Verhöre hatte, suchten Jessen und Mitchell die CIA-Geheimgefängnisse auf, um dort die Gefangenen persönlich zu foltern. Der ehemalige Soldat der US Airforce, Michael Kearns, hatte während seiner Dienstzeit mit einem der Psychologen zusammengearbeitet.

Ihre gemeinsame Aufgabe bestand darin, US-Soldaten auf Verhöre durch den Feind vorzubereiten. Kearns sagt, die damals eingesetzten Methoden dienten Mitchell und Jessen als Vorlage für das spätere Folterprogramm. Laut Whistleblower John Kiriakou haben Mitchell und Jessen für ihre Arbeit 81 US-Millionen Dollar erhalten. Das Gefängnis in Guantanamo sei als ein Teil des Folterprogramms errichtet worden.

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