Fox-News-Moderator weist US-Senator zurecht: "Die Russen bestrafen, weil sie RT haben?"

Fox-News-Moderator weist US-Senator zurecht: "Die Russen bestrafen, weil sie RT haben?"
Fox-News-Moderator Tucker Carlson hat den demokratischen Kongressabgeordneten David Cicilline heftig kritisiert, nachdem dieser in seiner Show "Tucker Carlson Tonight" behauptet hatte, dass RT schlicht eine "russische Propaganda" -Maschine ist.

Die Konfrontation begann, als Cicilline sagt, dass die USA die russische Regierung "fassen sollten, um sie verantwortlich zu machen und zu sanktionieren", so dass "Russland versteht, dass Amerika das nicht zulassen wird."

Daraufhin unterbrach ihn Gastgeber Tucker Carlson unterbrach mit der Frage: "Nicht zuzulassen, was genau?"

Cicilline zögerte etwas mit seiner Antwort und wiederholte stattdessen eine unter den Politikern in den Vereinigten Staaten vertraute Floskel: "Russische RT-Propaganda" ist schuld.

Carlson ließ jedoch nicht locker:

Sie haben gesagt, RT ist ein Problem. RT ist ein Kabelfernsehsender. Es ist übrigens ein ziemlich linker (politisch). Ich selbst schaue ihn nicht, aber ... RT ist ein Teil des amerikanischen Pressekorps. Glauben Sie, wir sollten RT verbieten? Was genau meinen Sie?"

Cicilline gab darauf keine direkte Antwort. Stattdessen sagte er, dass:

die russische Regierung, die von Wladimir Putin geführt wird, sehr anspruchsvolle Anstrengungen unternommen hat, um die Wahl von Hillary Clinton zu untergraben.

Etwas später ging er schließlich auf die Behauptung ein, dass "RT Propaganda verbreitet hat, die dann im Internet retweetet wurde", und fuhr fort, den Kanal als "keine Nachrichtenorganisation" abzustempeln. Der Senator konnte jedoch keine Fakten oder Belege benennen, die seine Vorwürfe stützen. Carlson von Fox News schien auch hiermit nicht einverstanden zu sein:

Ed Schultz arbeitet dort! Larry King arbeitet dort!

Carlson drängte weiter auf eine Antwort:

Also sollte RT verboten werden, wenn es solch ein Problem ist?

"Es ist nicht die Frage, ob es erlaubt sein sollte", sagte Cicilline und fügte hinzu: "Sie erleichterten die Veröffentlichung von gestohlenen E-Mails".

Nun, das hat auch die New York Times getan",

entgegnete daraufhin Carlson. Sein Gast stimmte widerwillig zu, dass "die russische Propaganda existieren kann, aber was wir tun können ist, unsere Demokratie davor zu schützen", was von Carlson mit der Frage "Wie genau?" erwidert wird.

"Wir können die Russen für das, was sie getan haben, bestrafen", antwortete Cicilline. "Dafür, dass sie einen Kabelsender haben?", fragte Carlson und erkundigte sich auch, welche Rolle Larry King, einer der "wichtigsten Moderatoren" von RT, in der "russischen Propaganda" spielt, wie Cicilline sie bezeichnet.

Ich habe keine Ahnung. Ich weiß nichts über Larry Kings Show", so der Senator.

Am Ende stimmten Carlson und Cicilline überein, dass Storys über Russland ziemlich anstrengend sind. 

Die USA haben Russland wiederholt beschuldigt, mit Hackerangriffen die US-Präsidentschaftswahlen 2016 beeinflusst zu haben. Noch vor ein paar Tagen, während seines Staatsbesuchs in Polen, sagte US-Präsident Donald Trump, dass "niemand wirklich sicher weiß", ob an diesen Vorwürfen gegen Russland wirklich etwas dran sei.

Anfang dieses Monats hatte die Nachrichtenagentur AP die Behauptung widerrufen, wonach alle 17 US-Geheimdienste bestätigt hätten, dass Russland hinter dem Hacker-Angriff auf E-Mails der Demokraten stecken würde und versucht hätte, die Wahl zugunsten des republikanischen Kandidaten Trump zu beeinflussen.

Moskau hat die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen, insbesondere nach dem Treffen zwischen Russlands Präsidenten Wladimir Putin und seinem US-amerikanischen Amtskollegen am Rande des jüngsten G20-Gipfels.

Präsident Trump sagte, dass er frühere Erklärungen von Herrn Putin darüber gehört hat, dass die russische Führung und die russische Regierung die Wahlen nicht beeinträchtigt haben. Und er akzeptiert die Dinge, die Herr Putin sagt", so Russlands Außenminister Sergei Lawrow.

Er fügte hinzu, dass "nicht eine einzige Tatsache vorgelegt worden ist", die die Vorwürfe einer russischen Einmischung unterstützt hätten.