Marihuana-Engpass in Nevada: Gouverneur erleichtert Lizenzierung

Marihuana-Engpass in Nevada: Gouverneur erleichtert Lizenzierung
In Nevada gehen bereits eine Woche, nachdem dessen Verkauf zu Erholungszwecken begonnen hatte, die Marihuana-Vorräte zuneige. Der Gouverneur hat eine "Notregulierung" genehmigt, um die Lizenzierung zu erleichtern. Die neue Branche soll so einen Schub erhalten.

Nachdem die Wähler Nevadas den kommerziellen Verkauf von Hanf an Erwachsene über 21 in einer Abstimmung im November des Vorjahres genehmigt hatten, machte bereits der Witz die Runde, sämtliche Büffets wären wohl schon sehr bald leergegessen. Unterdessen sind heute, nur etwas mehr als eine Woche, nachdem das Gesetz am 1. Juli in Kraft getreten ist, die Marihuana-Apotheken diejenigen, die nicht mehr in der Lage sind, die Nachfrage der Kunden zu bedienen.

Das Problem ist, dass keiner der sieben Lizenzanträge von Spirituosenvertreibern genehmigt wurde, sodass 47 Prozent der Apotheken über keinen zuverlässigen Produkttransport verfügen. Das derzeit geltende Gesetz besagt, dass sich lediglich Großhändler der Alkoholindustrie in den ersten 18 Monaten des legalen Verkaufes um eine solche Erlaubnis bewerben können.

Steuerbehörde hat nun die Chance zur Bedarfsermittlung

Der Gouverneur des Bundesstaates, Brian Sandoval, erklärte am Freitag eine Art Ausnahmezustand, um den Kreis der möglichen Bewerber erweitern zu können, die in der Lage wären, diese Aufgabe übernehmen. Die Änderungen in der Genehmigungsregulierung müssen bis zum 13. Juli umgesetzt werden.

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Eine der großen Reformen, die die Dringlichkeitsregelung hervorbringen könnte, ist die Ermächtigung der Steuerbehörde, einen Bedarf zu ermitteln - also wie viele Händler die Branche braucht. Die vom Gouverneur unterzeichnete Erklärung warnt aber auch davor, dass Untätigkeit "dazu führen wird, dass viele dieser Angestellten ihre Arbeit verlieren und diese aufkeimende Industrie zum Stillstand bringen wird".

In dem Statement ist auch davon die Rede, dass allein während des Eröffnungswochenendes des legalen Marihuanaverkaufs "weit über" 40.000 Transaktionen getätigt wurden. Der Unabhängigkeitstag am 4. Juli hat den Verkauf sicherlich noch weiter in die Höhe getrieben als viele erwartet hatten. Obwohl viele der Verkaufsstellenbesitzer ihre Vorräte im Vorfeld aufgestockt hatten, geht unter ihnen nun die Angst um, dass sie bald ihre Geschäfte schließen müssen.