Umweltbewusstsein à la Trump: Neue Mexiko-Mauer soll mit Solarzellen ausgestattet werden

Umweltbewusstsein à la Trump: Neue Mexiko-Mauer soll mit Solarzellen ausgestattet werden
Trump an der Klagemauer in Jerusalem, Israel, 22. Mai 2017.
Trumps neue Idee soll die Grenzmauer zu Mexiko durch Solarzellen rentabler machen und die Kosten für die Mexikaner senken. Die Anzahl illegaler Einwanderer ist jetzt schon rückläufig. Der US-Kongress hat bisher noch keine Gelder zum Mauerbau bereitgestellt.

Am 21. Juni stellte US-Präsident Donald Trump ein neues Konzept für die geplante Mexiko-Mauer vor. Diesem zufolge sollen Solarzellen die Baukosten wieder reinholen. In Iowa sagte er: 

Ja, wir werden eine Mauer bauen. Wir müssen verhindern, dass Drogen in unser Land gelangen. Ich werde Ihnen eine Idee präsentieren, von der noch niemand zuvor gehört hat. Die Südgrenze: viel Sonne, viel Hitze. Wir denken daran, die Mauer als eine Art Solarmauer zu bauen, damit sie auch Energie erzeugen kann. 

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Trump hatte den Mexikanern gedroht, ihnen die Kosten für die Mauer aufzubürden, die zuvor auf 21 Milliarden US-Dollar beziffert wurden. Auch zwei deutsche Firmen sind unter den Bewerbern zum Mauerbau. Insgesamt haben sich 700 Firmen beworben. 

Neben Drogen soll die Barriere vor illegaler Einwanderung schützen. Trump fuhr fort: 

Auf diese Weise muss Mexiko viel weniger zahlen. Und das ist gut, nicht wahr? 

Der amerikanische Präsident zeigte sich überzeugt, dass die Mauer sich, je höher sie sei, umso rentabler gestalten werde. Bisherigen Plänen zufolge soll sie mindestens 5,5 Meter hoch werden. Die Mauer soll so beschaffen sein, dass auch das Graben von Tunneln unmöglich gemacht wird. 

Bisher hat der US-Kongress, unter dem Druck der Demokraten, noch keine Gelder für die Mauer bereitgestellt. Im Oktober dürften die Frage der Finanzierung des Mauerbaus erneut auf die Tagesordnung gelangen, wenn der Kongress über die Budgetverteilung für das nächste Jahr entscheiden wird.  

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Die illegale Einwanderung in die USA ist aber bereits jetzt rückläufig. Im Monat März 2017 waren es nur 17.000 Menschen, die auf nicht gesetzlichem Wege in die Vereinigten Staaten zu gelangen versuchten - ein 17-Jahres-Tief. Im Monat zuvor lag die illegale Einwanderung bei 23.589.