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Gefährliche Hitzewelle in den USA führt zu Flugausfällen

Gefährliche Hitzewelle in den USA führt zu Flugausfällen
Ein Schild warnt vor extremer Hitze im "Death Valley National Park", Kalifornien, USA, 29. Juni 2013.
Wetterdienste warnen im Südwesten der USA vor den Auswirkungen einer neuen Hitzewelle. Neue Hitzerekorde mit Temperaturen um die 50 Grad sind zu erwarten. In Phoenix kam es bereits zu Flugausfällen und die Bevölkerung wird dazu aufgerufen, nur dann ihr zu Hause zu verlassen, wenn es nicht anders geht.

Der amerikanische Wetterdienst beschreibt die derzeitige Hitzewelle als "extrem, sogar für Wüstengegenden". Hitzewarnungen wurden für Kalifornien, Arizona, Teile von Nevada, Utah und Neumexiko ausgesprochen. 

Ari Sarsalari, Meterologe des Wetterkanals: 

Es braucht schon einiges, damit der Wetterdienst eine gravierende Hitzewarnung für Teile des Landes ausspricht.

In Phoenix wurden für Dienstag 50 Grad Celsius vorausgesagt. Der internationale Flughafen in Phoenix "Sky Harbour International Airport" musste am Montag aufgrund der Hitze 45 Flüge streichen. Die kleineren Flugzeuge können ab einer Temperatur von 47 Grad nicht mehr starten, dies gab Ross Feinstein, Sprecher von American Airlines bekannt. Bei größeren Flugzeugen kann das Gewicht während der Hitzewelle durch geringere Betankung vermindert werden. 

Kalifornien und China unterzeichnen Klimaschutzabkommen

Eine Karte, die die Hitze im Südwesten der USA verdeutlicht: 

Las Vegas wird am Dienstag einen Rekord von 47 Grad Celsius erreichen. In Kalifornien werden Stromausfälle befürchtet, die Auswirkungen bis nach Washington haben werden. Steven Greenlee, Sprecher des kalifornischen Netzwerkes unabhängiger Energieversorger: 

Das Stromnetz ist mit allen Regionen verbunden. Wir sind keine Insel in Kalifornien. 

Im Golf von Mexiko überwacht der Wetterdienst die Bewegung eines tropischen Zyklons, der am Mittwoch Louisiana erreichen wird. 

Nachdem Donald Trump den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen ankündigte, vereinbarte der US-Bundesstaat Kalifornien gemeinsam mit China ein Klimaabkommen. Der Westküstenstaat hatte im Jahr 2016 ein Gesetz mit den USA-weit strengsten Auflagen für Treibhausgas verabschiedet. Der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase soll bis zum Jahr 2030 um mindestens 40 Prozent verglichen zum Jahr 1990 sinken.

In Phoenix haben Geschäfte und öffentliche Gebäude Türgriffe verpackt, um Verbrennungen zu vermeiden. 

Die Bevölkerung in den betroffenen Regionen wurde angewiesen, zu Hause zu bleiben. Aber die Gefangenen der Zeltstadt "Tent City" müssen weiterhin unter der Hitze ausharren. Obwohl im April bekannt gegeben wurde, dass die Zeltstadt aufgrund nicht rentabler Zustände geschlossen werde, befinden sich dort heute noch 380 Insassen. Im Jahr 2016 forderte die Hitze in Phoenix 130 Menschenleben, ein Drittel davon waren Obdachlose. In vergangenen Jahren suchten rund 2.000 Hitzeopfer jährlich medizinische Hilfe in Krankenhäusern. 

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