Hohn und Spott: Reaktionen auf die Senatsanhörung des US-Justizministers

Hohn und Spott: Reaktionen auf die Senatsanhörung des US-Justizministers
"Ich kann mich nicht erinnern": US-Justizminister Jeff Sessions sagte am Dienstag vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats aus.
Am Dienstag sagte US-Justizminister Jeff Sessions vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats aus. Er bestritt jede Verwicklung in die so genannte Russland-Affäre und berief sich mehrfach auf Erinnerungslücken. Die Netzgemeinde reagierte mit Hohn und Spott.

Am Dienstag hat US-Justizminister Jeff Sessions jedwede Verwicklung in eine angebliche russische Beeinflussung der US-Wahl 2016 vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats zurückgewiesen. Die Behauptung, er habe etwas mit solchen geheimen Absprachen zu tun, sei eine entsetzliche und abscheuliche Lüge, entrüstete sich Sessions vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats.

Sessions erschien in einer Art Fortsetzung zur Sitzung vor demselben Gremium, das am vergangenen Donnerstag den früheren FBI-Chef James Comey empfangen hatte. In den zweieinhalb Stunden, die sie dauerte, ging es mitunter hitzig zu.

In der Russland-Affäre geht es um die Frage, ob es bei der Präsidentenwahl im vergangenen November eine russische Einflussnahme zugunsten Trumps gab, wie die unterlegene Kandidatin Hillary Clinton unmittelbar nach ihrer Niederlage behauptet hatte. Comey hatte erklärt, die Öffentlichkeit wisse längst nicht alles über Sessions' Russland-Kontakte. Wie Comey stand Sessions während der Senatsbefragung unter Eid.

Noch in der vergangenen Woche nahm Ex-FBI-Direktor James Comey vor dem US-Senat auf einem Zeugenstuhl Platz. Bald könnte er sich auf der Anklagebank wiederfinden.

Ich hatte niemals Gespräche oder Treffen mit Vertretern Russlands, bei denen es um irgendeine Art einer Beeinflussung des Wahlkampfs oder der Wahl in den Vereinigten Staaten gegangen wäre. Außerdem weiß ich nichts über irgendwelche Unterredungen wessen auch immer, der mit Donald Trumps Wahlkampfteam verbunden wäre", sagte Sessions.

Sessions hatte im Bestätigungsverfahren für den Ministerposten im Januar Treffen mit Russlands Botschafter Sergej Kisljak verschwiegen und erst im März zwei Begegnungen zugegeben. Sessions sagte, die zwei Treffen seien in jeder Hinsicht angemessen gewesen. Ein angebliches drittes Treffen mit Kisljak könne es vielleicht gegeben haben, aber er erinnere sich nicht daran.

Generell berief sich Sessions mehrfach auf Erinnerungslücken. "Ich kann mich nicht erinnern" war einer seiner meistgesagten Sätze. Auf das vermeintlich schlechte Gedächtnis des Justizministers reagierte die Internetcommunity in den USA mit Hohn und Spott. Viele fragten sich auch, wie jemand mit einem solch schlechten Gedächtnis, das einer Amnesie gleichkomme, überhaupt Justizminister werden könne. Im Folgenden eine kleine Auswahl der Reaktionen:

(rt deutsch/dpa)

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