DNC-Leak: Vermutungen eines politischen Mords an Seth Rich verdichten sich

DNC-Leak: Vermutungen eines politischen Mords an Seth Rich verdichten sich
Es verdichten sich die Vermutungen, dass Seth Rich Opfer eines politischen Mordes wurde. Nun veröffentlichte der Chirurg, der Seth Rich operiert hat, seine Beobachtungen. Demnach hätte Rich nicht seinen Schussverletzungen erliegen müssen. Ein Kriminalfall geschaffen wie für die Leinwand.

Seth Rich war für das Demokratische Nationalkomitee (DNC) tätig. In einem Telefoninterview gab Julian Assange bekannt, dass Seth Rich diejenige Person gewesen ist, die ihm E-Mails über den DNC-Wahlbetrug zugunsten Hillary Clintons zugespielt hatte. Auch eine Belohnung ist für die Erfassung des Täters ausgesetzt. Am 10. Juli 2016 war der erst 27-jährige Seth Rich auf dem Weg zu seiner Wohnung in Washington, als er Opfer eines Mordes wurde. Alle Wertgegenstände lagen noch bei Seth Rich, ein Raubmord konnte ausgeschlossen werden. Zudem wohnte das Opfer in einer sicheren Wohngegend.

Unter mysteriösen Umständen gestörben und möglicherweise der DNC-Whistleblower: Seth Rich

Nun veröffentlichte der Chirurg, der Seth Richs operiert hatte, ein Statement, da ihn der Fall noch immer beschäftigt. Er habe noch nie einen so „suspekten Fall“ gehabt. Zweimal wurde Seth Rich angeschossen und hatte drei Wunden davongetragen (zwei Eingangs- und eine Ausgangswunde). Keine der Wunden hätten dem Chirurg Anlass gegeben anzunehmen, dass Rich den Schussverletzungen erliegen würde. Nach der Operation wurde ihm eine Bluttransfusion verabreicht. Der Chirurg schreibt in seinem Bericht: 

Sein Zustand war stabil, sein Blutdruck normal.

Nach acht Stunden hatten sich im Krankenhaus Polizisten eingefunden und niemand, außer den Krankenschwestern und Ärzten hatte Zutritt zu Seth Rich. Als Rich verstarb wurde ebenfalls jeder Zugang zu ihm verwehrt. 

Bald nach seinem Tod häuften sich die Spekulationen. Warum musste Rich sterben? Der DNC-E-Mail-Leak zeigte der amerikanischen Öffentlichkeit, wie in die Vorwahlen eingegriffen wurde, um eine Kandidatur Bernie Sanders zu verhindern und Hillary Clinton Vorteile zu schaffen.

Der Ermittler Rod Wheeler glaubt an einen Vertuschungsversuch bei den Ermittlungen zum Tode Seth Richs: 

Weder die Polizeistelle noch das FBI sind vorangekommen. Sie haben sich des Falls nicht angenommen. Ich denke es gibt zwei Antworten, die seinen Tod erklären. Sie liegen auf einem Computer, der wie ich glaube, entweder bei der Polizei oder beim FBI ist. Mir wurde beides gesagt. Ich habe eine Quelle innerhalb der Polizei, die mir direkt in die Augen gesehen hat und sagte: "Ich kann keine Informationen mit Dir teilen." Das ist sehr ungewöhnlich für einen Mordfall, speziell von Seiten einer Polizeistation. 

Die E-Mails waren WikiLeaks anonym weitergereicht worden, das dann die enthüllenden Dokumente zur Veröffentlichung an die Medien weitergab. Assange hatte 2016 erklärt, dass sie den Tod von Seth Rich untersuchen werden, da er ein politisches Motiv vermutet. Für Hinweise zu den Tätern wurde von WikiLeaks eine Belohnung von 20.000 US-Dollar ausgesetzt.